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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gesundheit und Selbstwert hängen zusammen


Crassa
05.10.2003, 14:04
Ich wollte Euch schon länger auf diesen Yahoo-Artikel aufmerksam machen (dessen Link leider nicht mehr funktioniert; Rita hat den Artikel aber woanders gefunden und weiter unten verlinkt).

Ich finde ihn sehr interessant.

Speziell dieses Zitat zeigt, dass wir hier auf dem richtigen Weg sind, denn ...

Es stellte sich heraus, dass ein geringer Selbstwert die Verhaltensmuster entscheidend beeinflusst. Als Beispiele werden eine geringere Bereitschaft Sport zu betreiben oder die Ernährung umzustellen genannt.... zumindest ich vertrete ja schon lange den Standpunkt, dass nur ein Mensch, der sich selbst liebt, eine Chance hat, seinem Körper wirklich Gutes zu tun.

Mancher mag jetzt argumentieren, dass also nur derjenige, der Diät macht, sein Selbstwertgefühl unter Beweis stellt. Das sehe ich aber nicht so, denn Diäten - davon rücke ich nicht ab - sind selbstzerstörerisch und haben mit einer Ernährungsumstellung nichts zu tun.

Crassa

[ 05-10-2003, 19:39: Beitrag editiert von: Crassa ]

Pandora
05.10.2003, 14:16
Hi, Crassa !

den Artikel kann ich leider nicht aufrufen, schade. "Seite nicht gefunden" erscheint bei mir.

Natürlich kann ich mir nur gutes tun, wenn ich mich selbst liebhabe. Wie sollte es anders sein? Allerdings fällt es mir oft noch ziemlich schwer, mich zu mögen - obwohl ich inzwischen weiß, daß das für mich der einzige Weg ist.

Diäten sind selbstzerstörerisch, keine Frage. Aber viele Leute wissen das nicht - auch ich konnte mir gar nichts anderes vorstellen, bevor ich hierherkam. Diese Seite hier ist sehr wichtig für mich. :)

Liebe Grüße
Pandora

ritathedolphin
05.10.2003, 15:32
web page (http://www.karlsruhe.stadtmagazine.de/servlet/content/news/neues_aus_karlsruhe/articles.gesund_schlafen.html)

ich hab den artikel unter einer anderen quelle gefunden.

bin völlig eurer meinung

lg rita

Kimmie
05.10.2003, 17:05
Hallo,

danke für den Artikel - ich stimme Euch ebenfalls zu.

Das sehe ich aber nicht so, denn Diäten - davon rücke ich nicht ab - sind selbstzerstörerisch und haben mit einer Ernährungsumstellung nichts zu tun. Denke ich auch. Da bei nahezu jeder Diät der Jojo-Effekt vorprogrammiert ist, selbst wenn man anschließend seine Ernährung umstellt, folgen Enttäuschung und Frustration nahezu zwangsläufig.

Bei den Diskussionen über die Gefahren von Diäten wird, wie ich finde, immer noch viel zu wenig berücksichtigt, dass nicht nur starkes Übergewicht, sondern auch die meisten (wenn auch natürlich nicht alle) Essstörungen durch Diäten entstehen. Viele Essgestörte hätten ohne den Teufelskreis von Ab- und Zunahme ein "normales", selbstverständliches Verhältnis zum Essen. Schon das kontrollierte Essen, das viele von uns praktizieren, wäre überhaupt nicht nötig, wenn der natürliche Bezug zum Körper und seinen Bedürfnissen nicht verloren gegangen wäre.

Diäten sind selbstzerstörerisch, keine Frage. Aber viele Leute wissen das nicht - auch ich konnte mir gar nichts anderes vorstellen, bevor ich hierherkam. Diese Seite hier ist sehr wichtig für mich Dito. Es ist sehr schwierig, aus diesem Teufelskreis auszubrechen, und diese Seiten sind auch für mich eine große Hilfe.

Sehr gut gefällt mir an dem Artikel übriges auch, dass auch die Qualität der Arbeit für ein schlechtes Wohlbefinden verantwortlich gemacht wird - und nicht umgekehrt, wie es (gerade heute) häufiger der Fall ist.

Viele Grüße,

Kimmie

[ 05-10-2003, 17:07: Beitrag editiert von: Kimmie ]

Pandora
05.10.2003, 17:28
Völlig richtig, Kimmie: Bei den Diskussionen über die Gefahren von Diäten wird, wie ich finde, immer noch viel zu wenig berücksichtigt, dass nicht nur starkes Übergewicht, sondern auch die meisten (wenn auch natürlich nicht alle) Essstörungen durch Diäten entstehen. Viele Essgestörte hätten ohne den Teufelskreis von Ab- und Zunahme ein "normales", selbstverständliches Verhältnis zum Essen. Schon das kontrollierte Essen, das viele von uns praktizieren, wäre überhaupt nicht nötig, wenn der natürliche Bezug zum Körper und seinen Bedürfnissen nicht verloren gegangen wäre. Wenn ich mir alte Fotos von mir anschaue, z.B. das von der Einschulung mit knapp 7 Jahren, war ich keineswegs wirklich dick, allenfalls ein klein wenig moppelig. Schon mit knapp 9 Jahren wurde ich zur Abmagerungskur in ein Kinderkurheim geschickt und auf Reduktionsdiät gesetzt. Auch dort wurden Bilder gemacht - und ich war auch auf diesen Fotos nicht dick. Weitere Diäten folgten und ich wurde immer dicker (und dadurch immer "weniger wert"). Heute habe ich eine massive Eßstörung.

Mein persönliches Fazit: Ich bin fest davon überzeugt, daß meine jetzige Eßsucht durch diese Diäten ausgelöst wurde. Zwar hätte mein Körper sich (vielleicht) ein Wohlfühlgewicht etwas über dem Normalgewicht gesucht, aber es wäre sicher nicht so weit gekommen, hätte ich nicht diese ganzen Diäten machen müssen.
:(
LG
Pandora

Kimmie
05.10.2003, 18:46
Hallo Pandora,

Wenn ich mir alte Fotos von mir anschaue, z.B. das von der Einschulung mit knapp 7 Jahren, war ich keineswegs wirklich dick, allenfalls ein klein wenig moppelig. Ist bei mir genauso - obwohl ich schon damals bei Bekannten, Verwandten und Klassenkameraden als "dick" galt.

Richtig kräftig wurde ich erst in der Pubertät, aber selbst damals war ich aus heutiger Sicht nicht wirklich dick, bevor ich meine erste Diät machte.

Zwar hätte mein Körper sich (vielleicht) ein Wohlfühlgewicht etwas über dem Normalgewicht gesucht, aber es wäre sicher nicht so weit gekommen, hätte ich nicht diese ganzen Diäten machen müssen. Dito. Ich wäre bestimmt immer ein "weiblicher" Typ gewesen, hätte aber kein so starkes Übergewicht.
Nun kommt bei mir eine Schilddrüsenunterfunktion dazu, die lange nicht richtig behandelt wurde, aber die Diätproblematik und die Komplexe, die mir eingeredet wurden, *bevor* ich dick war, unterschätze ich trotzdem nicht.

Ciao,

Kimmie

kampfzwerg
05.10.2003, 18:51
Genau diese Effekte von wegen Zusammenhang von Selbstwertgefühl und Bereitschaft, etwas für sich selbst zu tun, merke ich auch immer wieder bei mir selbst.
Es stellte sich heraus, dass ein geringer Selbstwert die Verhaltensmuster entscheidend beeinflusst. Als Beispiele werden eine geringere Bereitschaft Sport zu betreiben oder die Ernährung umzustellen genannt. Wenn ich absolut unzufrieden mit mir selbst bin, kann mich keiner hinter dem Ofen hervorlocken, Einkäufer werden zu Frustkäufen und der Schokoladenvorrat kann nicht groß genug sein. Aber sobald ich Phasen habe, in denen ich mir selbst gegenüber positiv eingestellt bin, geht alles besser: Spaß an Bewegung, blöde Blicke und Kommentare stören mich nicht, meine Haltung ist aufrechter, ich schlafe ruhiger (vielleicht schnarche ich dann auch weniger). Ich bin dann ausgeglichener, lebe und bin gesünder, habe Freude daran, mir selbst etwas Gutes zu tun.
Die Wissenschaftler könnten eigentlich auch mal bei uns anklopfen und fragen, wir könnten denen sicher bei einigen Aufgaben günstiger zum Ziel verhelfen als teure lange Forschungsprojekte!!! Oder war uns das wirklich neu:
Es zeigte sich immer wieder, dass Menschen mit einem geringen Selbstwertgefühl häufiger erkranken und auch früher sterben. Schönes Restwochenende!

[ 05-10-2003, 18:52: Beitrag editiert von: kampfzwerg ]

Crassa
05.10.2003, 19:38
Sorry, ich hatte den Link ausprobiert, aber ich hatte den Artikel wohl noch im Cache. Nun ist er aber auch daraus verschwunden. Sonst hätte ich ihn ja kopieren können. Danke, Rita, dass Du ausgeholfen hast :) .

Liebe Grüße
Crassa

Cailly
05.10.2003, 21:54
hi ihrs,
also mal ganz ehrlich - ich kann dieser Theorie insbesondere was depressionen und ein geschwächtes Imunsystem betrifft - nur zustimmen.
Das Problem dabei ist nur, das hier ein einmal in gang gesetzter Teufelskreislauf stattfindet, der weder mit reiner medikamentöser symptombehandlung, noch mit reiner psychotherapie (so sie denn dazu geeignet ist das selbstwertgefühl zu steigern und nicht das gegenteil noch verstärkt) DEN schritt raus schaffen kann, sondern ist dieser Kreislauf einmal in gang, hilft nur ganzheitliche behandlung. Ansonsten gehts einem wie mir : ständig irgendwelche (sehr massive!) Körperliche Beschwerden und immer wieder akute verschlechterung der Depression - läßt eins von beiden nach, gehts mit dem anderen um so heftiger los....
Und auch was die Motivation zu Veränderung betrifft - sowas geht nur wenn man denkt das man es "verdient hat" - wie aber kann man das denken, wenn man zb jede Nacht in Alpträumen (und tagsüber in Flashbacks) erlebt wie man niedergemacht und abgewertet wird?
naja, ich denke der Artikel ist gut, wird aber nichts ändern....
cailly
*die nach den Allergie&AsthmaProbs nun Magen-DarmProbs hat und depressionen die eher schlimmer statt besser werden*