Ändert sich Geschmack???

  • Hallöchen!

    Bei dem tollen WW Thema und meiner dabei wiederentdeckten Abneigung gegen mit Brühe angemachte Salate fiel mir mal wieder ein Spruch meiner Mutter ein:


    "Dann mußt du deinen Geschmack eben ändern/umerziehen!"

    Gemeint ist damit.....dann muß man halt mal was essen was man nicht mag, wenn man dass dann oft genug ißt mag man das irgendwann.....

    Hervorgekrochen ist dieser Spruch aus ihrem Munde in einer von vielen "Kind du muß abnehmen!"-Predigten.
    Genauer ging es um Magerquark!
    KArtoffeln mit Kräutermagerquark. Eine Sachen von vielen anderen die ich einfach nciht ausstehen kann, die ich nicht mit gespieltem Genuß essen kann, die mich zum ekeln bringt!!!!(Fühlt sich so furchtbar eklig im Mund an...als hätte man da die Beleuchtung eines Fußballfeldes drinne *würg*)

    So ergeht es mir auch mit den meisten Joghurts....es gibt eben Dinge die man Partout nicht mag!

    Aber, wie gesagt, meine Mutter ist der Meinung, Zwing es dir oft genug rein, sag dir dass es gut tut und red dir ein dass es schmeckt, und dann magst du es...dann ÄNDERT SICH DEIN GESCHMACk!


    Was meint ihr dazu?????


    Gruß

    Jenni

    "Fat bottomed Girls you keep the rocking world go round!"
    Queen

  • Zitat von Schwelfe

    Aber, wie gesagt, meine Mutter ist der Meinung, Zwing es dir oft genug rein, sag dir dass es gut tut und red dir ein dass es schmeckt, und dann magst du es...dann ÄNDERT SICH DEIN GESCHMACk!

    Warum nur sollte man so etwas tun?? Was ist denn verkehrt daran, bestimmte Dinge nicht zu mögen? (Bei mir: Rosenkohl, kalter Mozzarella, Wirsing, Spinat, Milchreis und auch der Hüttenkäse.) Im Traum würde mir nicht einfallen, mir das trotzdem reinzuzwingen, um es irgendwann doch zu mögen. Was hätte ich denn davon?

    Ob sie Recht hat, kann ich Dir nun natürlich nicht sagen. Aber dass ich die Idee für völlig absurd halte, schon... *kopf schüttel*

  • Hallo
    also ich denke das ist totaler Schwachsinn (nix gegen deine mama)
    wenn man etwas nicht mag bringt es nichts es sich reinzuwürgen ausser vieleicht Übelkeit.
    Ich denke es bewirkt sogar ehr das Gegenteil wenn du was nicht leiden kannst und es dir reinzwingst hast du jedesmal noch eine höhere Hemmschwelle es noch mal zu probieren.
    Es stimmt zwar das der Geschmack sich ändern kann im laufe der Jahre aber das hat denke ich andere Ursachen.
    Ich mochte noch nie Fisch habe ihn aber immer mal wieder probiert und finde ihn nach wie vor zum XXX.
    Aber Broccolie zum beispiel fand ich früher auch grausam und esse ihn heute sogar sehr gerne.
    Aber wie gesagt das ist nur meine Meinung ohne jeden wissenschaftlichen Hintergrund.
    Viele liebe Grüße

    Ps: Magerquark kann man aber geschmacklich mit Sprudelwasser etwas Joghurt und langem Rühren mit dem Mixer durchaus aufwährten noch besser finde ich allerdings den 0,1% Cremquark von Excuisa ist noch cremiger.

  • *offtopic*

    Zitat von yvi0512

    noch besser finde ich allerdings den 0,1% Cremquark von Excuisa ist noch cremiger.

    Ich will lieber gar nicht wissen, wie sie diese Cremigkeit hinkriegen...

  • Ich würde eher behaupten, dass man sich als Erwachsener vor Dingen ekelt, die einem als Kind reingezwungen wurden. Meine Mutter z.B. hat eine Abneigung gegen Spinat, weil sie den als Kind immer essen musst. Um uns Kindern das zu ersparen, gab es bei uns nie Spinat. Und ich esse Spinat heute einfach gerne :)

  • Ich halte die Theorie auch für schwachsinnig (und meine mama mag ich trotzdem*g*), aber sie ist davon so fest überzeugt und zweifelt nichtmal nichtmal ein kleines Fitzelchen daran!

    Ich bin da immer ein wenig resigniert, weil ich nicht verstehe, dass sie meinen Standpunkt nicht versteht*g*

    Ich wäre auch unheimlich frustriert, wenn ich dauernd Sachen essen würde, die ich nicht wirklich genießen kann.....mein Gott wäre ich schlecht drauf..........

    Das gleiche Prinzip, was Yvonne auch schon angesprochen hat (die wars doch oder), wenn ich Lust auf Schoki habe, dann brauch ich auch Schoki und keinen Apfel (oder Möhre.....)........

    "Fat bottomed Girls you keep the rocking world go round!"
    Queen

  • Ja, Geschmack kann sich ändern.
    Aber nicht unbedingt so wie Du das meinst.

    Der Geschmackssinn ist immer derselbe, aber das, was Dein Körper aufgrund des Geschmacks (die Signale der Zunge und der Nase) zurückmeldet - also das Empfinden - , kann sich ändern.

    Dazu kommt, daß viele Geschmackseindrücke gar nicht bewußt wahrgenommen werden, da sie sich nahe der "Nachweisschwelle" bewegen. Aber sie sind nichtsdestotrotz vorhanden und sie werden registriert.

    Ein spezieller Fall sind zum Beispiel Krankheiten.
    Man hat plötzlich unerklärliche Abneigung gegen bestimmte Lebensmittel, die einem sonst außerordentlich gut schmecken.
    Nach überstandener Krankheit kommt die Freude am Essen zurück.

    Das hat sehr einfache physiologische Gründe.
    Bei einer Infektion "essen" die Bakterien mit. Der Körper versucht nun, den Biestern das Leben so schwer wie möglich zu machen.
    Dazu gehört z.B. daß der Eisenspiegel im Blut abgesenkt wird (was gerne als Eisenmangel mißverstanden wird, der erst zur Infektion geführt hat). Denn Bakterien benötigen Eisen, um sich zu teilen.
    Es ist also gar nicht so selten, daß man während einer Erkältung plötzlich kein Fleisch mehr mag.


    Ein anderer Fall sind "äußere Umstände".
    Bei Rauchern wird oft beobachtet, daß sie "gesunde" Dinge wie Äpfel nicht wirklich mögen. Gleichzeitig wird aber auch ein erniedrigter Vitamin-B-Spiegel festgestellt, weswegen gerade Rauchern geraten wird, sich wenigstens "gesund" zu ernähren oder Vitaminpillen zu schlucken. Manche Empfehlungen gehen sogar so weit, den Rauchern durch besondern starken Konsum von Äpfeln den Geschmack auf die Zigarette zu verderben.
    Nur leider verhält es sich mal wieder genau anders herum.
    Vitamin B ist für sich selbst genommen ein ziemlich aggressives Zeug, das in zu großen Dosen Zellen angreifen und zerstören kann.
    Da die (Lungen-)Zellen eines Rauchers aber schon genug angriffen ausgesetzt sind, schraubt der Körper den Vitaminlevel zurück.

    Dies wurde durch Studien, die eigentlich die positive Wirkung von Vitamin B auf die Rauchergesundheit nachweisen sollten, sehr eindrucksvoll belegt.
    Die Tests sind sogar aus ethischen Gründen abgebrochen worden, weil die Sterblichkeit der Vitaminschlucker massiv zunahm.


    Dasselbe wie den Rauchern ist den Diabetikern passiert.
    Bei diesen wird oft ein Vitamin-C-"Mangel" diagnostiziert und eine Abneigung gegen Südfrüchte festgestellt.
    Auch hier mußte eine Studie abgebrochen werden, weil es den Diabetikern mit Vitamin C deutlich schlechter ging als ohne.
    Auch das hat einen nachvollziehbaren Grund: Ascorbinsäure ist dem Insulin in seiner chemischen Struktur recht ähnlich, so daß es wohl die Zellrezeptoren blockieren kann. Dumm gelaufen mal wieder, das.


    Bei Schwangeren tritt dieses Phänomen ganz massiv in Form der morgendlichen Übelkeit und seltsamer Gelüste auf.
    Das ist nichts anderes als eine Reaktion des Körpers, um das Embryo in der kritischen ersten Schwangerschaftsphase vor zellschädigenden Stoffen zu schützen, mit denen ein Erwachsener prima klarkäme.
    Aber in den ersten 3 Monaten, in denen sich die Zellen organisieren müssen, würde jede Störung zu Mißbildungen führen.


    Da der Körper - wie gesagt - alles andere als doof ist, wendet er seine Fähigkeiten natürlich auch auf die Geschmacksmuster von Magerquark und anderen Errungenschaften der modernen Nahrung an.
    Merke: Wenn man etwas total "ungesundes" aus einem Lebensmittel entfernt, muß man es durch irgendetwas ersetzen, damit es der geneigte Esser wenigstens vorrübergehend als Nahrung akzeptiert und nicht sofort wieder ausspuckt.
    Das geschieht mit Füllstoffen, Quellstoffen, Ersatzstoffen, Aromen und hastnichtgesehen.
    Das mag zwar dem bewußten Geschmacksempfinden wie "echt" vorkommen, aber aufgrund der unterschwelligen Wahrnehmung läßt sich der Körper nicht lange damit bescheißen.
    Es kommt in Magen und Darm nicht das an, was die Zunge meldet und es wird damit auf die Liste "Bitte meiden" gesetzt und fortan recht schnell eine entsprechende Reaktion direkt beim Verzehr ausgelöst.

    Dies trifft auch auf nicht-traditionell hergestellt Vollkorn-Lebensmittel zu. Die Bäcker, die Kunstsauerbrote verkaufen, stellen bereits nach wenigen Wochen einen Rückgang des Absatzes fest und ändern ihr Sortiment entsprechend. Dasselbe gilt für Müslis und Nudelprodukte.
    Mit Natursauerteig gebackene Brote sind davon nicht betroffen. Diese schmecken der Kundschaft jahrzehntelang gleich gut. Aber bei den modernen Körnerbroten riecht der Körper sehr schnell Lunte.


    Ich habe an mir selbst vieles davon erlebt bzw. erlebe es immer wieder.

    Ich kann zum Beispiel kein Mineralwässer trinken, in denen sich größere Mengen Sulfat befindet. Wenn ich es doch tue, dann bekomme ich nach wenigen Schlucken einen regelrechten Würgereiz. Es hat eine kleine Ewigkeit gedauert bis ich dahinter gekommen bin, was die Ursache dieses Ekels war und ich habe jahrelang meinen Durst hauptsächlich mit Tee gelöscht.
    Der Sulfatgehalt ist geschmacklich nicht zu bestimmen. Anfangs schmeckt jedes Wasser gelich bis dann plötzlich eine "Schlucksperre" einsetzt. Sulfat ist übrigens eine Schwefelverbindung, und Schwefel ist für einen bereits geschädigten/gereizten Darm gar nicht bekömmlich. Muß ich erwähnen, daß mein Darm lange Zeit sehr angegriffen war?

    Einige Wochen vor (und lange danach) einem massiven Allergieanfall bekam ich eine unerklärliche Abneigung gegen sämtliche Kohlsorten.
    Im Nachhinein ist das erklärlich, da Kohl einen Effekt auf die Blutgerinnung hat. Der Anfall hatte seinen Höhepunkt nämlich darin, daß Muskelzellen zerstört wurden und meine Hände und Füße ein einziger Blauer Fleck waren.


    Fazit: Verlaßt euch auf euren Geschmack und eure Abneigungen, verdammt noch mal! ;)
    Eine gesunde Ernährung hat absolut nichts mit einem starken Willen zu tun, mit dem man seinen Ekel überwindet, um alle Vorschriften einhalten zu können.

    Michaela

  • Das sich Geschmack wenn man älter wird verändern kann, kann ich bestätigen. Ich esse heute manche Dnge gerne die ich als Kind verabscheute und umgekehrt. Z.B. habe ich als Kind gerne Kohlrabi gegessen und ekele mich heute davor, dafür esse ich heute gerne Spargel, als Kind habe ich ihn verabscheut.

    Allerdings würde ich niemals etwas essen, dass ich nicht mag, bis es mir dann angeblich irgendwann schmeckt. Ich halte das für Unsinn und auch für falsch. Der Körper sagt einem was er möchte und das "schmeckt" ihm dann auch.

    LG
    Tessa

  • Zitat von Minerva

    *offtopic*Ich will lieber gar nicht wissen, wie sie diese Cremigkeit hinkriegen...



    PLASTIKZUGABE a la Tricatel????

  • Hallo Zusammen,

    also ich möcht da mal drauf eingehen wieso man eine konkrete abneigung gegen bestimmte Nahrungsmittel bzw deren Bestandteile...

    Magerquark - ein Milchprodukte das stark behandelt wurde...
    da gibts sicherlich mindestens 2 Ursachen warum es zu einer Abneigung kommen kann:
    1. Nicht jeder Erwachsene Mitteleuropäer (geh ich mal von aus, andere ethnische Gruppen haben das Prob auch) verträgt Milchprodukte gut. Dazu gab es auch nen eigenen Thread vor kurzem.
    2. eine künstlich gesengte Fettgehaltsstufe kann Milchprodukte für manche Menschen unverträglich machen. - das Problem hab ich sehr massiv... :o
    3. Kräuter-Quark - eine Unverträglichkeit gegen einzelne Kräuter kann auch zu Abneigung, Ekel bzw allergischen Reaktionen führen - nur am Rande angemerkt, das scheints hier net zu sein.
    4. Grundsätzliche Abneigung gegen Milchprodukte (Quark, Joghurt) deutet auf eine "unverträglichkeit" hin, sei es Laktose-Intoleranz, Milcheiweißallergie oder eben die "fettgehaltsstufe" der Milchprodukte.

    @ Schwelfe: Höre weiterhin auf deinen Körper und sei froh das er dir so deutlich sagt was er nicht mag (verträgt?!) oder eben doch mag.

    Der Geschmack in Bezug auf - was mag mein Körper? was mag er nicht? - kann sich sehr wohl verändern, z.B. auch wenn der Körper irgendwas dringend braucht und weiß wo er es drin vorfindet entwickelt sich "körperlicher Heißhunger" auf bestimmte Nahrungsmittel - solange es sich um natürliche Nahrungsmittel handelt sollte man diesem Heißhunger auch nachgeben, ansonsten nach natürlichen Alternativen schauen ;)

    Liebe Grüße,
    Cailly

    *Verletzungen der Seele heilen nur langsam und nicht von allein*

  • @ meiersjulchen
    Danke für die super tollen tipps. (nicht sarkastisch gemeint)
    Das habe ich alles gar nicht gewusst.
    Boah bist du aber schlau ! Woher weist du soviel darüber?

    Über die Zusatzstoffe von Exucisa habe ich noch nie nachgedacht ist da wirklich Plastik drin?:confused:
    Ich esse 2 mal am Tag sowas ähnliches wie Eiweispulver und habe mich nur gefreut einen Quark gefunden zu haben mit dem man das Zeug leichter runterkriegt.
    Aber Plastik mag ich nun auch nich essen da bleib ich wohl besser bei Milch
    Danke
    Yvi

  • Ich denke auch das sich der Geschmack ändert. Aber Dinge die ich als Kind definitiv nicht mochte, mag ich heute auch noch nicht besonders. Ich mochte keine Milch, konnte sie nur in Form von Kakao trinken. Und ich merke immer mehr das mir Milchprodukte nicht bekommen, ich habe nach dem Genuss meistens einen sehr eigenartigen Geschmack im Mund, kann den gar nicht genau beschreiben.
    Naturjoghurt ohne Zusätze, Vollfettstufe geht gerade noch, aber alles andere bähhhh.

    Leider sind die meisten Menschen sehr eigensinnig wenn sie einem was aufzwingen wollen. Niemand versteht das ich Basilikum nicht mag und Ruccola. Was kann ich dafür? Schmeckt mir halt nicht. Ist eh hart genug weil es ja mittlerweile fast überall drüber gestreut wird.

    Am besten wirklich auf den Körper horchen und dann entscheiden und nicht auf irgendwelche schlauen Ratschläge, was dem einen passt und schmeckt, kann bei einem selbst ganz anders wirken.

    Inside me is a thin woman screaming to get out ....I can usually keep the bitch quiet with chocolate. ;)

  • mir ist aufgefallen, dass ich mir verschiedene geschmäcker auch antrainiert habe. ich mochte früher z.b. nur "richtige" cola, keine cola light. dann wollte ich unbedingt abnehmen (da war ich vielleicht 14) und dabei aber kein wasser trinken, hab dann solange cola light getrunken bis sie mir geschmeckt hat. jetzt ist es so, dass ich keine richtige cola mehr mag (viel zu süß).

    ich vertrag auch fettiges essen nicht so gut, besonders bei milchprodukten merk ich das. als ich dann auf magerprodukte umgestiegen bin, fand ich die zunächst extrem trocken, mittlerweile liebe ich sie. wenn wir dann mal auswärts essen, merk ich auch sofort, dass viel fett in den gerichten drin ist und nach ein paar bissen mag ich schon nicht mehr. es schmeckt mir dann nicht mehr (außerdem gibt bauchschmerzen).

    ähnlich ist es auch mit süßem. wenn ich lange zeit keine süßigkeiten mehr hatte, dann kommen sie mir immer extrem süß vor, wenn ich dann aber z.b. obst esse, ist es nicht mehr so süß wie vorher.

    bei mir hab ich jedenfalls festgestellt, dass ich ein absolutes gewohnheitstier bin und bei vielen lebensmitteln kann sich mein geschmack innerhalb einer woche ändern, z.b. honig- manchmal liebe ich honig, manchmal kann ich noch nicht mal den geruch ab.

    lg, raven

  • Zitat von yvi0512

    Woher weist du soviel darüber?


    Weil ich eben nicht danach gesucht habe, warum es mir mit "gesundem" Essen jahrelang so unglaublich schlecht ging, sondern weil ich mißtrauisch geworden bin als es mir mit "ungesundem" Essen innerhalb weniger Wochen unglaublich gut ging.
    Und wären mir keine massiven Unverträglichkeiten in die Quere gekommen würde ich heute noch ach so "gesundes" Zeug mit großem Widerwillen in mich reinschieben und endlos Vitamintabletten und andere Pillen schlucken, um Migräne, Bauchweh und Hautausschläge zu bekämpfen.

    Schlau wird jeder irgendwann. Der eine früher der andere später :rolleyes:

    Für alle interessierten (alle anderen halten sich bitte die Augen zu): "Lexikon der Ernährungsirrtümer" und "Prost Mahlzeit" von U. Pollmer

    Michaela

  • Dass sich der Geschmack im Laufe der Zeit ändert, kann wohl jeder bestätigen. Was Michaela so beschrieben hat, trifft sicher zu. Trotzdem glaube ich schon, dass man sich an bestimmte Geschmäcke im Laufe der Zeit auch gewöhnen kann. Wenn man wiederum ein Lebensmittel nicht mag, heißt das nicht zwangsläufig, dass es einem schaden würde. Trotzdem würde ich nie etwas essen, vor dem ich mich ekele, was soll das bitte bringen?

    Zitat von MeiersJulchen

    Der Sulfatgehalt ist geschmacklich nicht zu bestimmen.

    Ja? Ich habe ja immer den Eindruck, dass stärker sulfathaltige Wasser deutlich saurer schmecken als solche mit niedrigem Sulfatgehalt. Finde ich richtig fies, diesen Geschmack.

  • Zitat von Murmel

    Ja? Ich habe ja immer den Eindruck, dass stärker sulfathaltige Wasser deutlich saurer schmecken als solche mit niedrigem Sulfatgehalt. Finde ich richtig fies, diesen Geschmack.


    Aber Sulfat und saurer Geschmack? Ich weiß nicht.
    Ich konnte eine zeitlang den sulfatgehalt auch im Geschmack feststellen, aber nicht "direkt".
    Während meine Schleimhäute sehr stark angegriffen waren (mit dem entsprechenden Bakterienbefall) hatte ich gleich nach dem ersten Schluck ein entsetzlich ekliges Gefühl im Mund als hätte ich die Mutter aller Stinkbomben verschluckt.
    Die fleißigen Bakterienbiester haben sich das Sulfat nämlich gegriffen und benutzt, um H2S draus zu machen. bääääärrrgh.
    Das hat mir die Zahnärztin erklärt, die ich darauf ansprach und die unter demselben Problem litt. Es gibt auch gutartige Bakterien, die diesen Trick draufhaben und da die Mundflora sich von Mensch zu Mensch unterscheidet, gibt es halt Leute, die das auf diese Weise rausschmecken.

    Dieser Effekt ist bei mir nach der Ernährungsumstellung nicht mehr vorhanden, aber ich merk trotzdem, wenn das Wasser nicht koscher ist.

    Vielleicht beruht Dein saures Geschmacksempfinden auf einem ähnlichen Prinzip?

    Michaela

  • Zitat von MeiersJulchen

    Aber Sulfat und saurer Geschmack? Ich weiß nicht.

    Hmm, womöglich doch nur bei Hydrogensulfat. Das ist in jedem Fall sauer.

    Zitat von MeiersJulchen

    Vielleicht beruht Dein saures Geschmacksempfinden auf einem ähnlichen Prinzip?

    Schon möglich, normalerweise setze ich ja auch sauer nicht mit eklig gleich und es ist auch ein anderes Gefühl von "sauer" als z.B. bei Kohlensäure. Ach, sowas ist echt schwer zu beschreiben...

  • Wirkliche (und harmlose) Geschmacksgewöhnung kann natürlich auch eintreten.
    Das ist bei vielen bitteren Getränken der Fall.
    Normalerweise ist bitterer Geschmack von Natur aus ein Zeichen für Gift und gerade Kinder lehnen ihn deshalb rigoros ab.
    Wenn der Körper aber merkt, daß von dem Verschluckten keine wirkliche Gefahr ausgeht und sogar noch einige interessante Nährstoffe damit ankommen, so wird er diesen Geschmack tolerieren.
    Beispiele dafür sind Bier oder Chininhaltige Getränke (Schweppes).

    In gewissen Situationen signalisiert der Körper sogar schon von alleine einen Appetit auf Bitteres.
    Zum Beispiel nach einem sehr reichhaltigen Essen schmeckt einem ein Kräuterlikör ganz hervorragend.

    Kräuter wie Schafgarbe oder Artischocke (sehr bitter) werden traditionell zur Anregung der Leber eingesetzt.

    Nochmal: Doof isser nich, der Körper ;)

    Michaela

  • Hm, ich möcht mich meinen Vorrednern gewissermaßen anschließen:

    Manche Sachen find ich einfach nur ungenießbar, fand ich schon immer und das wird wohl auch so bleiebn, als da wären: Tomaten, Weintrauben, Stachelbeeren,frische Pflaumen, auch Sachen wie frischer Hüttenkäse oder frischer Mozzarella mag ich nicht. Zu Bananen hab ich ein zweispältiges Verhältnis, mal mag ichs, mal nicht, aber am liebsten, wenn sie noch nicht so reif sind...

    bei manchen Sachen hab ich entdeckt, daß die frischen Varianten besser schmecken als die aus der Dose und mag zB Dosenchampignons nicht mehr... besonders schlimm sind die Dritte-Wahl-Champignons ;)

    Also würde ich sagen: man kann sich immer an die frische/naturbelassene Variante des Essens gewöhnen, wenn man das Essen verträgt, und die künstliche/konservierte Variante verliert dadurch ihren Reiz oder Geschmack.
    Aber wenn man was eindeutig nicht mag, kann man sich da nicht zwangsgewöhnen, nicht wirklich.

    Liebe Grüße
    Dani

    Dress for the body you have RIGHT now. There is nothing wrong with you right now, and there is sure as heck no reason to wait to look good. Get up, get dressed and face the world and then do it again tomorrow. (Malia Anderson)

  • Zitat

    Wenn der Körper aber merkt, daß von dem Verschluckten keine wirkliche Gefahr ausgeht und sogar noch einige interessante Nährstoffe damit ankommen, so wird er diesen Geschmack tolerieren.
    Beispiele dafür sind Bier oder Chininhaltige Getränke (Schweppes).

    Also mein Körper kapiert das wohl nicht. Ich habe dieses Jahr in Irland eine längere Studie in diversen Pubs durchgeführt. Aber dieses Bier dort kriege ich nicht runter *würg* Ich habe mir in der Hinsicht wohl das Kind in der Frau behalten :D

    Inside me is a thin woman screaming to get out ....I can usually keep the bitch quiet with chocolate. ;)

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