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Alt 05.08.2011, 21:25   #18
MeiersJulchen
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Zitat:
Zitat von Rieke Beitrag anzeigen
So Pi mal Daumen habe ich den Eindruck, dass sich mein Körper den halben Tag noch mit dem Essen vom Vortag beschäftigt
Was auch ganz logisch ist, denn Unverträglichkeiten machen sich nun einmal erst bei der Verdauung bemerkbar und das kann 6-12 Stunden dauern (siehe mein "BUMM" ). Erst wenn es im Darm an der "richtigen" Stelle angekommen ist, und die Bestandteile zerlegt werden, geht der Ärger los.
Ausnahmen davon sind z.B. Sodbrennen, das schon nach wenigen Bissen einsetzen kann. Das hängt aber damit zusammen, daß Histamin maßgeblich die Magensäureproduktion fördert - egal ob es jetzt im Lebensmittel selbst angeliefert wurde oder durch eine sofortige allergische Reaktion ausgeschüttet wird.
Bei Unverträglichkeiten ist es eher selten, daß die Zucker- oder Fettanteile der eigentliche Auslöser dafür sind. Das ist ja der riesengroße Stolperstein an der Sache, daß man verleitet wird (ich sach nur Ernährungschekschpärde aus Funk und Fernsehn ), z.B. dem Fett des Schinkenspecks die Schuld zuzuschieben aber nicht bedenkt, daß Schinken genau wie Käse ein "Reifungs"-Erzeugnis ist, das ebendrum genauso knallvoll mit Histamin sein kann.
Oder auch bei Orangen-/Zitronen-/Grapefruitsaft. Der enthält zwar kein Histamin aber andere Amine, die auch richtig lästig werden können. Das muß keineswegs der Säure- oder Zuckeranteil sein, der sich so werbegerecht "magenunfreundlich" gibt.



Zitat:
... und die Zuordnung zu bestimmten Nahrungsmitteln entsprechend schwer wäre.
Deswegen sollte man so einen Plan ja auch nicht nur stichpunktartig führen, sondern lückenlos. Man muß in der Lage sein nachzuhalten, was man viele Stunden vorher eingeworfen hat.
Aber genauso wichtig ist es, nachschauen zu können, was man denn nicht gegessen hat, sollte es einem auffällig gut gehen.


Zitat:
Eine Frage habe ich aber noch: Ich hatte einen sehr schweren Vitamin-D-Mangel und nehme seither Dekristol Kapseln. Die enthalten (raffiniertes) Erdnussöl. Es ist ja kein Problem, die mal zwei, drei Wochen nicht zu nehmen, auf Dauer sollten sie aber wohl doch sein. Sollte man mit denen verfahren wie mit den einzelnen Nahrungsmitteln?
Wurde das ärztlich in irgendeiner Weise vorgeschrieben? Geht der "Mangel" mit Mangelerscheinungen einher, die sich nicht anders erklären lassen? "Nur" niedrige Werte zu haben ist ja noch keine Mangelerscheinung. Steht fest, daß die Werte gesunken sind (heißt: gibt es Untersuchungen mit höheren Werten oder waren sie schon immer niedrig?) Im Zweifelsfall den Doc fragen.

Ansonsten gilt was ich schon weiter oben über die Selbstschutzversuche des Körpers schrieb. Entweder kannst Du es in aktuellen Ernährungssituation nicht verwerten, weil es blockiert wird oder es wird "bewußt" nicht aufgenommen, um andere Prozesse ungehindert ablaufen zu lassen oder wiederum diese durch die Entziehung "bewußt" zu behindern.
Das weiß man so wirklich richtig erst, wenn plötzlich eine Änderung eintritt und diese dann auch noch mit etwas wie eben einer Suchdiät einhergeht. Da kann man sich dann den Kopf zerbrechen, was genau das System denn nun durcheinandergebracht hat und warum es jetzt wieder tickt. Kurz: Hinterher ist man immer schlauer

Bei mir war es so, daß ich ja dachte, daß ich mir was ganz furchtbar Schlimmes antue, wenn ich all das weglasse, was mir vor allem die letzten Bumm-Reaktionen beschert hat. Denn wo sollte z.B. ohne Gemüse und Obst die ganzen tollen Vitamine herkommen?
Aber ich sah keinen anderen Ausweg mehr als zumindest einige wenige Wochen darauf zu verzichten, bis sich die schlimmsten Auswirkungen gelegt hatten.
Ich bin also in die Apotheke marschiert und habe eine extragroße Packung Vitaminkapseln besorgt, weil ich die ja zweifelslos brauchen würde und "Mangelerscheinungen" hatte ich ja schon mit Obst und Gemüse genug (was ja nur heißen konnte, daß man zu wenig davon aß, gelle? )
Jo... und dann? Schon nach 6 Wochen waren alle Erscheinungen weg. Und dabei hatte ich von den Kapseln kaum welche genommen. Da kommt man hübsch ins Grübeln, weil das ja wohl so gar nicht sein kann, ne? Wo kommen denn plötzlich die vielen Vitamine her, wenn man all das "gesunde" gar nicht mehr ißt?
Tja, die stecken auch in jedem anderen Lebensmittel drin. Der Unterschied ist nur, daß sie bei verträglichen Dingen auch in Ruhe verwertet werden können. Anstatt wie früher 0% von ganz viel verwerte ich nun eben 100% von wenig. Und Letzteres ist eben nun mal der bessere Deal
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