Webseite Regeln Chat Presse Werbung Kontakt Impressum
Einkaufsführer Bücherkiste Bilderservice

Deutschlands Forum für Dicke  
     

Zurück   Deutschlands Forum für Dicke > Dicke Gesundheit > Ernährung

Ernährung
Erfahrungsaustausch und Diskussion zu gesunder Ernährung. Bitte beachtet bei diesem Thema die Forenregeln ganz besonders.

Antwort
 
Themen-Optionen
Alt 28.05.2011, 21:27   #1
Rieke
Gehört zum Inventar
 
Registriert seit: 18.05.2007
Beiträge: 717
Standard Ketogene Ernährung

Hallo liebe Foris,

nach langer, langer Zeit melde ich mich mal wieder und gleich mit etwas ... Unpassendem, Peinlichem (?)... - mit einer Ernährungsumstellung nämlich. Und ja, ich will/wollte damit abnehmen (u.a.).

Ende letzten Jahres war ich beim Arzt, um mich auf Insulinresistenz untersuchen zu lassen (habe einen Schwung Typ-II-Diabetiker in der Familie). Raus kam, dass da noch nix ist, der HOMA-Index lag aber doch recht hoch (2,4 - ab 2,6 kann man von IR ausgehen). Die anderen "Richtwerte" (Blutdruck, Leberwerte, Triglyzeride etc.) waren okay bis auf Cholesterin (das war und ist bei ca. 290 wie seit 10 Jahren, also m.E. okay). Körperliche Fitness war und ist ebenso wenig vorhanden wie eine Taille (ich habe viel Bauchspeck angesetzt). So, jetzt wollte ich der IR vorbeugen und das eine oder andere Kilo Fett verlieren. Mein Plan: Kohlenhydrate reduzieren und wieder etwas Sport machen.

Nun komme ich nicht gut damit zurecht, die Kohlenhydrate zu reduzieren (hat einen sehr negativen psychischen Effekt), deshalb habe ich sie gleich fast ganz weggelassen, ernähre mich also seit ca. vier Monaten ketogen - allerdings ohne Einschränkungen beim Fett oder beim Eiweiß. Ich esse mich satt und ich esse nichts, was mir nicht schmeckt. Der Süßhunger (Schokoholic!) war vom ersten Tag an weg, ich habe keine Verzichtsgefühle und ich muss keine Disziplin aufbringen. Ich habe ziemlich schnell 4 kg abgenommen und es ging mir zunächst gut. Keine Rede von "Bäume ausreißen" (was ja manche Keto-Diätler behaupten), aber keine Zuckertiefs o.ä., keine Umstellungsschwierigkeiten (mit Schwäche oder Kopfschmerzen). Nach ca. fünf oder sechs Wochen hat sich das aber geändert. Ich habe sowieso (seit Jahren) so eine Art postmenstruelles Syndrom mit Kopfschmerzen bzw. Migräne ca. am vierten Zyklustag. Und das hat sich jetzt ausgedehnt auf 1,5 Wochen Beinahe-Dauerkopfschmerz oder Immerwieder-Kopfschmerz. Währenddessen tat sich gewichtsmäßig übrigens gar nichts mehr. Sport kann ich da ganz vergessen, bin ja nicht mal alltagstauglich mit dem Brummschädel.

Wenn das von der Ketose kommt, hätte sich das nicht schon von Anfang an zeigen müssen? Ich probiere natürlich rum, ob die Kopfschmerzen verschwinden, wenn ich mal ein paar Kohlenhydrate esse, aber das scheint nicht so (es sei denn, ich müsste dazu sehr viel mehr Kohlenhydrate zu mir nehmen). Weiß jemand was Genaues, was da warum im Argen liegen könnte?
Rieke ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.05.2011, 01:52   #2
HamsterD
Moderator/in
 
Benutzerbild von HamsterD
 
Registriert seit: 13.03.2006
Ort: Leipzig
Beiträge: 1.849
Standard

Ich würde spontan vermuten, dass du jetzt mehr von etwas Unverträglichem isst und du deshalb Kopfschmerzen etc. bekommst. Vielleicht nimmst du statt Zucker jetzt Aspartam und andere chemische Süßstoffe? Daran könnte es zum Beispiel liegen. Wenn du keinen Zucker zu dir nehmen willst, versuch es lieber zB mit Stevia oder nimm gar nichts Süßes mehr. Chemische Süßstoffe können einem stark zusetzen. Das gleiche gilt natürlich auch für andere Zusatzstoffe, vor allem Glutamat (und dessen Synonyme).

Gruß
Dani
HamsterD ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.05.2011, 06:27   #3
MeiersJulchen
Moderatorin
 
Benutzerbild von MeiersJulchen
 
Registriert seit: 28.08.2004
Beiträge: 7.055
Standard

Hast Du schon ein Stoffwechselscreening machen lassen?
Großes Blutbild?

Bevor Du am Essen rumfuhrwerkst solltest Du schnellstens abklären lassen, ob da nicht doch Abbauprodukte ihr Unwesen treiben oder ob sich irgendwelche Werte ganz erheblich verändert haben.

Der Körper muß schließlich auch sein Hormone etc aus dem zusammenbauen, was ihm durch die Nahrung zur Verfügung steht und wenn da ein Bauteil fehlt, wird das eben nix.
MeiersJulchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.05.2011, 10:34   #4
Rieke
Gehört zum Inventar
 
Registriert seit: 18.05.2007
Beiträge: 717
Standard

Nein, nein und nein...

Ich nehme zum Süßen tatsächlich nur Stevia und süße eh nicht viel. Auch sonstige Zusatzstoffe sind eher weggefallen, weil Fertigprodukte ja so gut wie immer Zucker enthalten und daher von meinem Speiseplan verschwunden sind. Ich esse Fleisch, Eier, Milchprodukte, Obst (wenig) und Gemüse - natürlich etwas mehr als früher, aber auch nicht bergeweise und v.a. nichts, was ich sonst nicht auch gegessen hätte. Da hat sich also nicht viel verändert. Mit Lactose und Fructose habe ich definitiv keine Probleme, mit Histamin höchstwahrscheinlich auch nicht (habe Heuschnupfen und muss dieses Jahr praktisch dauernd ein Antihistaminikum nehmen, da war mein kleiner Histaminauslassversuch sicher nicht aussagekräftig). Und Magen-Darm-Probleme kenne ich seit jeher nur vom Hörensagen (GsD). Neu am Essen ist Kokosfett (nicht Palmin!), mengenmäßig sind Mandeln stärker vertreten, aber auch die habe ich immer vertragen.

Ich reagiere eigentlich mein ganzes Leben lang auf Hunger mit Kopfschmerzen bzw. Migräne, die leider nicht nachlässt, sobald ich dann was esse, sondern sich durch rechtzeitiges Essen verhindern lässt. Vom Essen oder nach dem Essen habe ich noch nie Kopfschmerzen bekommen. Ich esse, wenn ich Hunger habe, und ich esse mich satt, hungerbedingte Kopfschmerzen können das eigentlich nicht sein.

Großes Blutbild wurde noch keins gemacht, dafür aber ein kleines (+ Schilddrüsenwerte und Kalium, Natrium, Ca, Mg, Phosphat, Selen, Fe, Cholesterin, HbA1c) - zufällig zu Beginn der Umstellung und nochmal vor drei Wochen. Meine Schilddrüse hat sich nämlich vor Jahren Hashimoto-bedingt fast ganz aufgelöst, ich bin also SD-mäßig ziemlich komplett auf Hormonzufuhr von außen angewiesen und kontrolliere entsprechend regelmäßig. Das stoffwechselaktive T3 war drastisch gesunken (das zeichnete sich schon vor vier Monaten ab und war jetzt richtig im Keller), allerdings nehme ich das seit der letzten Blutanalyse zusätzlich ein und müsste eine Veränderung merken. Ich bin ein bisschen fitter und schlafe ein bisschen besser, aber kopfschmerzmäßig: nada. Ansonsten hat sich am Blutbild nichts getan, alles im sattgrünen Bereich. HbA1c ist von 5,6 auf 5,1 gesunken. CRP war Ende letzten Jahres erhöht (kommt bei mir sehr selten vor), Anfang diesen Jahres aber wieder auf 0,5 und jetzt 0,4 - also okay. Die Auffälligkeiten bestanden vorher schon:
  • tendenziell Eisenmangel (Fe unter der Norm, Ferritin knapp unter 50 ng/ml, MCV und MCH etwas unter der Norm, Hb niedrig-normal), ärztlicherseits kein Handlungsbedarf => Da hätte ich eigentlich erwartet, dass sich bei fleischreicher Kost was tut.
  • Calcium etwas zu niedrig (nach sek. Hyperparathyreoidismus und extremem Vitamin-D-Mangel, der inzwischen behoben ist), richtige Hypokalzämiesymptome habe ich aber nicht. Allerdings ist Ca weiter (etwas) gesunken - trotz ca-reicher Ernährung und zusätzlicher Mg-Zufuhr . Phos. ist dafür eine Spur über der Norm (erstmals).
Einzig meine Leberwerte sind gegenüber früher etwas gestiegen, liegen aber immer noch gut im normalen Bereich.

Noch 'ne Idee?
Rieke ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.05.2011, 10:59   #5
MeiersJulchen
Moderatorin
 
Benutzerbild von MeiersJulchen
 
Registriert seit: 28.08.2004
Beiträge: 7.055
Standard

Hast Du schon mal den ganzen Tag Urin sammeln müssen?

Nur daran kann man wirklich sehen, wie die Organe in Echtzeit so drauf sind.

Vor allem ließe sich damit klären, wo das Calcium etc bleibt.
Wenn es nämlich übermäßig ausgeschieden wird, so kann das u.a. an diesen Gründen liegen:
- der Körper kann es nicht aufnehmen/zurückhalten oder
- er kann es aufgrund anderer Mängel/Überschüsse nicht aufnehmen, da irgendwas die Verwertungs/Transportkette sabotiert oder
- er will es gar nicht haben (Selbstschutz!) und hält bestimmte Mineralien- und Vitaminspiegel vorsätzlich niedrig egal wie viel man oben einwirft.

Das Knifflige ist herauszufinden, warum das im Einzelnen der Fall ist, anstatt zu versuchen, angebliche Mängel "auszugleichen". Fehlende Mangelsymptome und eine anscheinend im Gegensatz zu früher stärker beschäftigte Leber könnten einen guten Hinweis geben, wo man bei der Suche ansetzen könnte.
MeiersJulchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.05.2011, 11:19   #6
Rieke
Gehört zum Inventar
 
Registriert seit: 18.05.2007
Beiträge: 717
Standard

Zitat:
Zitat von MeiersJulchen Beitrag anzeigen
Hast Du schon mal den ganzen Tag Urin sammeln müssen?
Nein, ist wohl mal fällig.

Zitat:
Zitat von MeiersJulchen Beitrag anzeigen
- er kann es aufgrund anderer Mängel/Überschüsse nicht aufnehmen, da irgendwas die Verwertungs/Transportkette sabotiert oder
- er will es gar nicht haben (Selbstschutz!) und hält bestimmte Mineralien- und Vitaminspiegel vorsätzlich niedrig egal wie viel man oben einwirft.
Bisher wurde ein Malabsorptionssyndrom aufgrund des niedrigen Vitamin D vermutet. Das ist bei mir erst seit einem halben Jahr in einem Bereich, in dem die Calciumaufnahme richtig läuft (laufen sollte). Aber: Die (geringen) Ca-Veränderungen laufen umgekehrt zum VD, Ca sinkt trotz steigendem Vitamin D. Muss doch mal zu 'nem "richtigen" Arzt, für meinen HA ist das nichts.
Rieke ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.05.2011, 11:59   #7
MeiersJulchen
Moderatorin
 
Benutzerbild von MeiersJulchen
 
Registriert seit: 28.08.2004
Beiträge: 7.055
Standard

Eisen, Vitamin D und Calcium (Transport und "Einbau") sind eng miteinander verzahnt.

Vitamin D dient zum Transport des Calciums. Diesen Job kann aber interessanterweise auch Laktose übernehmen.
Eisen wirkt eher behindernd auf den korrekten Einbau in den Knochen. Deswegen wirken sich Dinge, die die Eisenaufnahme begünstigen (z.B. Vitamin C) in dieser Beziehung auch eher nachteilig aus. Es ist bei Orangensaft etc nicht etwa die Säure, die das Calcium in den Knochen zersetzen würde (stoffwechseltechnisch unmöglich, obwohl sich das im Laborversuch "Knochen in Säure" zweifelsfrei so darstellt) sondern der Vitamin-C-Gehalt erhöht die Eisenaufnahme, welche wiederum dem Calcium ein Bein stellt.

Deshalb ist der Ausgleich augenscheinlicher Mängel (z.B. Eisenmangel) ziemlich gefährlich, wenn nicht klar ist, wie und warum er eingetreten ist.
Und gerade wenn man dies durch Tabletten versucht, die keinen inhaltsbezogenen Eigengeschmack haben, kann das schnell in die Hose gehen, da hier der Geschmackssinn nicht einmal die Möglichkeit hat, regulierend durch Abneigung/Appetit einzugreifen.

Deswegen auch unbedingt jenseits der Schiene "Wir müssen unbedingt 0815-Durchschnittswerte herstellen" forschen.
MeiersJulchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.05.2011, 13:22   #8
Rieke
Gehört zum Inventar
 
Registriert seit: 18.05.2007
Beiträge: 717
Standard

Gegen den möglichen Eisenmangel habe ich gar nichts unternommen, weil Ende letzten Jahres meine Entzündungswerte erhöht waren und bei der vorletzten Analyse auch noch auf der Grenze lagen. Und dann dachte ich, dass es sich durch die fleischhaltige Ernährung von selbst reguliert...

Ich bin auch skeptisch, wenn ich für irgendwas NEMs in rauen Mengen einwerfen muss - ganz besonders, wenn die jeweiligen Stoffe in meiner Ernährung eigentlich ausreichend bis reichlich vorhanden sind. Ein bisschen lässt es sich vielleicht durch die SD-Hormonlage erklären, aber Megadosen sind sicher nicht Sinn der Sache. Bei der Menge Vitamin D, die ich gebraucht habe, um einen normalen Spiegel hinzukriegen, kann's einem schwindlig werden. Und nach dem, was du über Lactose schreibst, ist es noch seltsamer, dass mein Ca so niedrig ist. Ich hoffe, dass mein SD-Spezi (Endokrinologe) der Sache auf den Grund gehen kann. Im Prinzip halte ich den schon für sehr fähig, gehe nur nicht gerne hin, weil man sich da zu Tode wartet.
Rieke ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.08.2011, 19:30   #9
Rieke
Gehört zum Inventar
 
Registriert seit: 18.05.2007
Beiträge: 717
Standard

So, kleiner Zwischenbericht:

Ich war noch nicht beim Arzt... Bisher habe ich nur meine Hormondosis angepasst und wieder Kohlenhydrate in meinen Speiseplan integriert. Das hat gegen die Kopfschmerzen insofern geholfen, als ich nur noch meine "normal häufigen" Kopfschmerzen habe.

Nun ist mir was aufgefallen, was mich über kurz oder lang wohl zur Magenspiegelung führen wird. Brot oder Brötchen (kein Vollkorn) scheine ich nicht (mehr?) zu vertragen, bekomme dann heftigste Blähungen, auch Völlegefühle, die mir eigentlich bisher ziemlich fremd waren. Diverse andere Backwaren scheinen auch nicht der Hit zu sein. Und Nutella, sowie größere Mengen Schokolade .

Während der ketogenen Ernährung konnte ich zu einem in viel Fett gebratenen Steak locker eine ganze Zwiebel essen, ohne dass die sich unangenehm bemerkbar gemacht hat... Mir scheint es so, als würde mein Körper nach den vier Monaten, die ich ihn aufgrund der ketogenen Ernährung mit irgendwas verschont habe, jetzt so richtig rebellieren.

Mit Hashimoto habe ich ja eine nicht ganz so geringe "Chance", auch bei Zöliakie dabei zu sein. Ich habe zwar keine entsprechenden Antikörper, aber das muss man auch nicht. Ketogen war automatisch glutenfrei. Das sind Nutella und die Schokolade allerdings auch. Und mit Nudeln, Eierpfannkuchen aus Weizenmehl oder Butterkeksen hatte ich keine Probleme, weiß jetzt aber nicht, ob da nicht einfach der Glutenanteil pro Portion viel geringer ausfällt als bei Brot. Sieht jemand noch andere Zusammenhänge als das Gluten?
Rieke ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.08.2011, 20:04   #10
MeiersJulchen
Moderatorin
 
Benutzerbild von MeiersJulchen
 
Registriert seit: 28.08.2004
Beiträge: 7.055
Standard

Zitat:
Zitat von Rieke Beitrag anzeigen
Brot oder Brötchen (kein Vollkorn) scheine ich nicht (mehr?) zu vertragen, bekomme dann heftigste Blähungen, auch Völlegefühle, die mir eigentlich bisher ziemlich fremd waren. Diverse andere Backwaren scheinen auch nicht der Hit zu sein.
Zeug vom Supermarkt oder vom Standardbäcker?
Das können die unzähligen Zusatzstoffe sein, ohne die heute kein Gebäck mehr eine Fabrik oder den Backautomaten beim "Frische"-Bäcker verläßt. Das muß alles hübsch maschinengängig sein und damit das überhaupt irgendeiner noch runterbekommt und nicht sofort ausspuckt, wird das mit Aromen und hastenichtgesehen vollgeknallt.
Kann man am Etikett erkennen. Wenn da irgendetwas wie Aroma oder Farbstoff draufstehen sollte, in die Tonne damit.
Die ganzen Hilfsmittel wirst Du auf den Etiketten nicht finden. Da die ihre Aufgabe mit dem Verlassen des Ofens erfüllt haben, brauchen sie nicht angegeben zu werden. Siehe Nicht-Zutaten (ist es nicht eine herrliche Erfindung? ). Sie verraten sich aber durch völlig unnütze Zutaten wie eben Aroma u.a., womit die geschmacklichen und farblichen Fehler korrigiert werden.

Zitat:
Und Nutella, sowie größere Mengen Schokolade .
Aber in Verbindung mit dieser kleinen Info würde ich darauf tippen, daß Dir (auch) die Hefe Ärger macht ... alles histaminhaltige Sachen (in Schokolade und Nutella der Kakao-Anteil)
Guckstu Liste

Kaufe mal Deine nächsten Brötchen in einem echten Bioladen. Nimm aber die aus reinem Weißmehl - leider wird dort immer noch sehr das Körnerfresser-Vollkorn-um-jeden-Preis-Image bedient. Die haben aber auch "normale" Sachen.

Wenn Du die besser vertragen solltest, dann waren es die gepanschten Industriesemmeln schuld, wenn nicht, dann wird es wohl die Hefe sein.

Zitat:
Mir scheint es so, als würde mein Körper nach den vier Monaten, die ich ihn aufgrund der ketogenen Ernährung mit irgendwas verschont habe, jetzt so richtig rebellieren.
Das nennt sich dann maskierte Unverträglichkeit. Guckstu fetten Hinweis zur Suchdiät

Zitat:
Und mit Nudeln, Eierpfannkuchen aus Weizenmehl oder Butterkeksen hatte ich keine Probleme
Alles sehr histaminarm oder gar -frei.

Zitat:
Sieht jemand noch andere Zusammenhänge als das Gluten?
Aber hallo ...
Gratuliere, ich denke Du hast ein Haustier. Vielleicht schon immer gehabt.

Nennt sich HI

Ok. Laktose käme auch in Betracht, aber das macht kein Kopfweh. Ist aber sowohl in Nutella, billiger Schokolade als auch in Fabrikbrot drin. Dann würde Dir das aber auch nach einem Glas Milch ausgesprochen deutlich klar werden.

Wenn Du Lust hast, Deine Experimente fortzuführen, dann probier mal eine komplette Suchdiät aus. Wenn Du Glück hast, wirst Du sogar Deine Standard-Kopfschmerzen los...

Geändert von MeiersJulchen (04.08.2011 um 20:18 Uhr)
MeiersJulchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.08.2011, 21:05   #11
Rieke
Gehört zum Inventar
 
Registriert seit: 18.05.2007
Beiträge: 717
Standard

Zitat:
Zitat von MeiersJulchen Beitrag anzeigen
Zeug vom Supermarkt oder vom Standardbäcker?
Bäcker - also ohne Etikett. Und wenn ich Pollmer richtig in Erinnerung habe, würden wir alle unser Brot wieder selbst backen, wenn wir wüssten, was da alles rein kommt.

Zitat:
Zitat von MeiersJulchen Beitrag anzeigen
Aber hallo ...
Gratuliere, ich denke Du hast ein Haustier. Vielleicht schon immer gehabt.

Nennt sich HI
Wenn ich mir die HI-Liste so anschaue, eher nicht (hoffentlich, denn im Zweifel wäre mir Zöliakie dann lieber). Ich habe mit reinem Backkakao, dunkler Schokolade, Joghurt, Quark, Käse, Sauerkraut, Erdbeeren, Himbeeren, Kaffee etc. keine Probleme. Solche Sachen habe ich nun auch die ganze Zeit konsumiert, so dass eine HI (als maskierte Unverträglichkeit) maskiert geblieben wäre. Oder hab' ich da was grundlegend missverstanden?

Ich nehme übrigens seit mindestens 10 Wochen täglich ein Antihistaminikum (Telfast 120 mg) wegen Heuschnupfen (der bei mir immer mit nervendem Hautjucken und kleinen Bläschen v.a. an den Fingern einhergeht - wozu alle Ärzte bisher meinten, das könne nicht sein ). Müsste das nicht evtl. Reaktionen auf Histamin deckeln?

An Zusatzstoffe und Nicht-Zutaten hatte ich nicht gedacht, das ist auf jeden Fall einen Versuch wert.

Zitat:
Zitat von MeiersJulchen Beitrag anzeigen
Wenn Du Lust hast, Deine Experimente fortzuführen, dann probier mal eine komplette Suchdiät aus. Wenn Du Glück hast, wirst Du sogar Deine Standard-Kopfschmerzen los...
Lust ist nicht ganz das richtige Wort... Aber häufige Kopfschmerzen sind auch nicht der Bringer. Es ist (und war so weit ich mich zurückerinnere) schon so, dass ich mich kaum jemals körperlich richtig gut fühle. Aber es sind eben auch keine Beschwerden, deretwegen man zum Arzt gehen würde. Zipperlein, Wetterfühligkeit, Müdigkeit... Meine und die ärztlichen Erklärungen waren immer die Schilddrüse und die Psyche - bzw. ärztlicherseits gerne auch nur die Psyche. Naja, eigentlich kein Zustand, den ich behalten möchte. Und wenn mir die Suchdiät vielleicht die Magenspiegelung erspart...
Rieke ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.08.2011, 21:20   #12
HamsterD
Moderator/in
 
Benutzerbild von HamsterD
 
Registriert seit: 13.03.2006
Ort: Leipzig
Beiträge: 1.849
Standard

Naja, das mit dem "ich vertrage das aber alles" - das denkt man häufiger mal (es gibt bei libase alle naslang eine Bemerkung a la "oh, gott, ich dachte immer ich vertrage xy, und jetzt stellt sich raus, dem ist gar nicht so!").
Und "häufig Kopfschmerzen" ist ja nicht symptomfrei, ganz zu schweigen von den anderen allgemeinen Unwohlgefühlen. Da kannst du es also gar nicht wirklich wissen.
Schilddrüse und Allergien sind beste Voraussetzungen für eine HI und das tritt oft gemeinsam auf. Zusätzlich kann auch eine Glutenunverträglichkeit gemeinsam mit HI auftreten. Davon ab vertragen viele mit HI Weizen gar nicht oder nicht besonders, besser verträglich ist in dem Fall Dinkel (vor allem), Hafer und Roggen.
Antihistaminika können teilweise gegen Beschwerden helfen, enthalten aber oft zum einen bei HI unverträgliche Inhaltsstoffe, zum anderen kann man mit deren Hilfe nicht einfach alle Symptome unterdrücken. Wenn es gut läuft, werden einige leichte bis mittlere Symptome besser oder verschwinden, allerdings muss man sich trotzdem zumindest ziemlich histaminarm ernähren, was bei Allergien eh wichtig ist, da bei denen die Histaminausschüttung getriggert wird, wenn man mit den Allergenen in Kontakt kommt.

@Julchen:
Tz, tz... natürlich kann man durch LI Kopfschmerzen kriegen. Ist zwar nicht so weit verbreitet, schließt sich aber definitiv nicht aus. Genauso wie man von FI Depressionen bekommen kann, oder von HI vorübergehende Lähmungserscheinungen... unter anderem.

Gruß
Dani
HamsterD ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.08.2011, 22:05   #13
MeiersJulchen
Moderatorin
 
Benutzerbild von MeiersJulchen
 
Registriert seit: 28.08.2004
Beiträge: 7.055
Standard

Zitat:
Zitat von Rieke Beitrag anzeigen
Bäcker - also ohne Etikett. Und wenn ich Pollmer richtig in Erinnerung habe, würden wir alle unser Brot wieder selbst backen, wenn wir wüssten, was da alles rein kommt.
öbent

Zitat:
Solche Sachen habe ich nun auch die ganze Zeit konsumiert, so dass eine HI (als maskierte Unverträglichkeit) maskiert geblieben wäre. Oder hab' ich da was grundlegend missverstanden?
Weiß ich nicht...

Solange Du etwas eigentlich Unverträgliches ohne größere Pause ißt, so wird der Körper sich damit halbwegs arrangieren, da er es sich ja nicht leisten kann, das Zeug (und damit auch "unschuldiges" Beiwerk wie Wasser, Vitamine, Mineralien, verträgliche Beilagen etc) ständig und auf Dauer zu entsorgen. Von irgendwas muß er ja schließlich überleben. Die Unverträglichkeit wird also maskiert.
Die Nahrung wird Dir dann langweilig und fad vorkommen, was z.B. durch wechselnden Belag auf Brot oder Soßen zu allem Möglichen, oft völlig unbewußt umgangen werden kann. Aber wirkliche Freude hat man an seinem Essen nicht mehr so richtig, da man ständig auf der Suche nach Abwechslung ist.

Wenn Du diese Dinge dann wegläßt, dann "lösen" sich diese Notmaßnahmen, weil jetzt ja plötzlich wieder besser verwertbare Nahrung mit den benötigten Inhaltsstoffen zur Verfügung steht.

Ißt man sie dann doch wieder, gibt es halt eine "Was soll das denn jetzt schon wieder? Laß den Scheiß!"-Reaktion.
So etwas ist dann ein indirekter - aber doch ziemlich sicherer - Hinweis, daß vorher eine Maskierung vorlag.

Zitat:
Ich nehme übrigens seit mindestens 10 Wochen täglich ein Antihistaminikum (Telfast 120 mg) wegen Heuschnupfen (der bei mir immer mit nervendem Hautjucken und kleinen Bläschen v.a. an den Fingern einhergeht - wozu alle Ärzte bisher meinten, das könne nicht sein ). Müsste das nicht evtl. Reaktionen auf Histamin deckeln?
Tut es vielleicht auch.
Nur wenn Du die ganz großen Geschütze auffährst wie morgens Nutellabrötchen, mittags Sauerkrautbeilage, abends Käseschrippe und als Zwischenmahlzeiten Kaffee und Erdbeeren, dann helfen auch keine Antihistaminika mehr.
Weil es sich um eine Intoleranz und keine Allergie handelt, gibt es eben eine Toleranzschwelle. Die Kombination macht's.
Solange der Gesamtgehalt diese Schwelle nicht überschreitet, ist alles wunderbar.

Um das herauszufinden hilft eigentlich nur ein Ernährungstagebuch. Daran kann man dann sehen, wie die guten und schlechten Tage sich auf die konsumierte Gesamtmenge an Histamin (oder beliebigen anderen Auslösern) verteilen.



Zitat:
bzw. ärztlicherseits gerne auch nur die Psyche
Tja, doof aber gesund, ne? Vor allem letzteres bekommt man als Dicker ja nicht oft gesagt
Das mit den Bläschen kenne ich auch. Konzentrieren sich die zufällig auf die Gelenke? Oder die Nagelränder? Das können Schweißdrüsenentzündungen sein. Histamin fördert entzündliche Prozesse, denn es ist schließlich der Informationsträger des Immunsystems. Viren könne auch im Spiel sein (so wie Herpes z.B.)
Wenn es Nesselfieber wäre, dann hättest Du das nicht nur an den Fingern.
Bei mir hat dagegen Antitranspirant sehr gut geholfen. Gab es sogar auf ärztliches Rezept als Aluminiumtinktur aus Apotheke.
Wenn es mir heute passiert (nur noch sehr selten, wenn es sehr heiß ist = Schwitzen und Pollenflug), dann schmiere ich da Heilerdepaste drauf und es ist auch erledigt. Vor allem zieht die Heilerde die Flüssigkeit raus und verhindert damit, daß sich Haustellen beim Kratzen auch noch gegenseitig "anstecken".


Zitat:
Naja, eigentlich kein Zustand, den ich behalten möchte. Und wenn mir die Suchdiät vielleicht die Magenspiegelung erspart...
Na dann mal los

Wenn Dir "Gluten" lieber sein sollten, weil Du dann letzendlich nicht auf soviel "verzichten" müßtest wie bei einer HI, dann laß Dich überraschen um wievieles besser und wie wenig eintönig Dir plötzlich die Dinge schmecken, die Du verträgst. Da paßt das Wörtchen "Verzicht" gar nicht.

Ich hätte früher nie gedacht wie verdammt gut selbst ungewürztes (aber doch gesalzenes, denn Salz ist kein Gewürz) Essen schmecken kann. Ich habe deswegen gar nicht wieder angefangen zu testen, welche Gewürze ich noch vertrage. Habe letztens meinen Schrank ausgemistet und von ganz hinten Gläschen zu Tage gefördert, die schon 2005 abgelaufen waren

Das sollte jedenfalls das letzte sein, was Dich davon abhält, herauszufinden, ob noch mehr "knallt", wenn Du es einige Zeit vom Plan streichst.



Zitat:
Zitat von HamsterD
Tz, tz... natürlich kann man durch LI Kopfschmerzen kriegen. Ist zwar nicht so weit verbreitet, schließt sich aber definitiv nicht aus.
Und auf welcher Art Reaktion beruht das?
Direkt auf den Stoffwechselprodukten, die bei der "Nicht-Verdauung" entstehen? Durch den Mineralverlust bei extremen anhaltenden Durchfällen? Oder durch die fortgeschrittene Reizung/Schädigung des Darms, der lauter unpassendes Zeug durchläßt?

Geändert von MeiersJulchen (04.08.2011 um 22:12 Uhr)
MeiersJulchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.08.2011, 23:22   #14
MeiersJulchen
Moderatorin
 
Benutzerbild von MeiersJulchen
 
Registriert seit: 28.08.2004
Beiträge: 7.055
Standard

Zitat:
Zitat von Rieke Beitrag anzeigen
Solche Sachen habe ich nun auch die ganze Zeit konsumiert, so dass eine HI (als maskierte Unverträglichkeit) maskiert geblieben wäre.
PS: Falls Du das so verstanden haben solltest, daß nach "Erkennung" und "Rauswurf" eines unverträglichen Nahrungsmittels automatisch alle anderen mit denselben Inhaltsstoffen auch "fliegen" müßten ... möööp, sorry, schön wär's, aber so funktioniert das anscheinend nicht.

Ich hatte meine erste extrem heftige Reaktion nach einer ärztlich angedachten und überwachten 10-tägigen Fastenkur. Sollte mich von meinen neurodermitischen Anfällen befreien. Das hat es sogar innerhalb weniger Tage... nur ... nach der allerersten Mahlzeit (schööööön gut verdaulichen Trockenpflaumen) *BUMM* 6 Stunden später Notaufnahme und 2 Wochen Herzstation!, weil mein Herz völlig ausgerastet ist und ich Ohnmachtsanfälle (nannten die Synkopen) und Taubheitsgefühle in Armen und Beinen bekam.
Am Tag der Entlassung (dick, doof und gesund) habe ich mir dann abends meinen üblichen leckerfrischen selbstgekochten Kakao gemacht. 6 Stunden später mitten in der Nacht *BUMM*. Notaufnahme, 2 Wochen Station, dasselbe in grün.
Zum zweiten Mal kompletter Stoffwechselcheck, Ultraschall von oben bis unten, 24-Stunden-EKG hastenichgesehn. Ergebnis: dick, doof und gesund.

Daß dies eine Reininkarnation einer Suchdiät inklusive vormals maskierter BUMM-Reaktion war, da ist nicht einmal der Arzt draufgekommen, der vermutet hatte, daß meine Hautprobleme mit dem Essen zusammenhingen.

Also bin ich noch weitere 3 Jahre auf dem Zahnfleisch gelaufen, denn dieser Mist hat nichts daran geändert, daß ich nach wie vor von Tomaten, Käse, Brot, Auberginen, Erdbeeren usw. nicht "mehr" als die "üblichen" Blähungen, Durchfälle oder einen "scharfen" Geschmack im Mund bekam. Die wurden weiterhin ausreichend maskiert bzw. ließen sich grade die Verdauungsprobleme durch eine Symbiosetherapie relativ gut in Schach halten.

Naja, jedenfalls bis zum dem echten Knaller der 2 immuntoxischen Reaktionen Die erste nach ein paar Scheiben Vollkornbrot (weil Weißmehl im Bioladen ausverkauft war - und einmal kann ja nicht schaden, ne?) und die zweite nach einer Gemüsesuppe.

Jedes einzelne unverträgliche Lebensmittel scheint also völlig separat von allen anderen, jeweils erst nach Weglassen und Wiedereinführen, "abgefertigt" worden zu sein, obwohl die Reaktionen bei allen durch dieselbe "Zutat" ausgelöst wurden.
Das Darmhirn scheint eben so zu ticken ... keine Ahnung.

Geändert von MeiersJulchen (04.08.2011 um 23:35 Uhr)
MeiersJulchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.08.2011, 13:48   #15
Rieke
Gehört zum Inventar
 
Registriert seit: 18.05.2007
Beiträge: 717
Standard

Zitat:
Zitat von HamsterD Beitrag anzeigen
Naja, das mit dem "ich vertrage das aber alles" - das denkt man häufiger mal (es gibt bei libase alle naslang eine Bemerkung a la "oh, gott, ich dachte immer ich vertrage xy, und jetzt stellt sich raus, dem ist gar nicht so!").
Und "häufig Kopfschmerzen" ist ja nicht symptomfrei, ganz zu schweigen von den anderen allgemeinen Unwohlgefühlen. Da kannst du es also gar nicht wirklich wissen.
Stimmt, deswegen werde ich tatsächlich die Suchdiät machen...

Zitat:
Zitat von HamsterD Beitrag anzeigen
Schilddrüse und Allergien sind beste Voraussetzungen für eine HI und das tritt oft gemeinsam auf. Zusätzlich kann auch eine Glutenunverträglichkeit gemeinsam mit HI auftreten. Davon ab vertragen viele mit HI Weizen gar nicht oder nicht besonders, besser verträglich ist in dem Fall Dinkel (vor allem), Hafer und Roggen.
Toll, das wär's doch, HI und Zöliakie... Ich bin übrigens laut Prick-Test mittelallergisch gegen Weizen und Roggen, der Arzt meinte aber, das habe mit Nahrungsmittelallergien nichts zu tun. Trotzdem habe ich nach relativ kurzer Zeit den Verzehr von sauteurem Bio-Roggenschrotbrot eingestellt, weil es mir "irgendwie" nicht mehr behagte.

Mit der Lactose habt ihr mich jetzt verunsichert. Da hätte ich auch geschworen, dass ich auf keinen Fall eine LI haben kann. Aber mir ist wieder eingefallen, dass ich Milch pur nicht mag und schon als Kleinkind zum frühestmöglichen Zeitpunkt als bäh abgelehnt habe. Meine Schulmilch war daher ein Schulkakao. Allerdings war mein Genesungsessen, wenn ich als Kind einen Magen-Darm-Infekt hatte, bevorzugt Quark mit Erdbeeren oder Banane.

Zitat:
Zitat von MeiersJulchen Beitrag anzeigen
Die Nahrung wird Dir dann langweilig und fad vorkommen, was z.B. durch wechselnden Belag auf Brot oder Soßen zu allem Möglichen, oft völlig unbewußt umgangen werden kann. Aber wirkliche Freude hat man an seinem Essen nicht mehr so richtig, da man ständig auf der Suche nach Abwechslung ist.
Das ist eigentlich bei mir nicht so, da machen andere schon Witze drüber, wie man immer das Gleiche essen kann.

Zitat:
Zitat von MeiersJulchen Beitrag anzeigen
Nur wenn Du die ganz großen Geschütze auffährst wie morgens Nutellabrötchen, mittags Sauerkrautbeilage, abends Käseschrippe und als Zwischenmahlzeiten Kaffee und Erdbeeren, dann helfen auch keine Antihistaminika mehr.
Weil es sich um eine Intoleranz und keine Allergie handelt, gibt es eben eine Toleranzschwelle. Die Kombination macht's.
Solange der Gesamtgehalt diese Schwelle nicht überschreitet, ist alles wunderbar.
Abgesehen von der Sauerkrautbeilage beschreibt das meine tägliche Ernährung vor meinem Ketoausflug recht gut. Nicht zu vergessen die abendliche Tafel Schokolade und dass ich Erdbeeren gerne auch mit Sahnequark esse. Und ein halber Liter Kaffee kommt im Durchschnitt auch zusammen.

Zitat:
Zitat von MeiersJulchen Beitrag anzeigen
Das mit den Bläschen kenne ich auch. Konzentrieren sich die zufällig auf die Gelenke? Oder die Nagelränder?
Sie verteilen sich eher gleichmäßig auf die Finger und sie jucken fürchterlich. Wenn ich einmal anfange zu kratzen, gehen die Bläschen auf und das sieht tatsächlich aus wie eine "Ansteckung" der bisher nicht betroffenen Stellen. Ich habe mich da schon blutig gekratzt... Das ist der Hauptgrund für das Antihistaminikum, denn zumindest manchmal würde gegen den Heuschnupfen an sich auch ein Nasenspray reichen.

Zitat:
Zitat von MeiersJulchen Beitrag anzeigen
Wenn Dir "Gluten" lieber sein sollten, weil Du dann letzendlich nicht auf soviel "verzichten" müßtest wie bei einer HI, dann laß Dich überraschen um wievieles besser und wie wenig eintönig Dir plötzlich die Dinge schmecken, die Du verträgst. Da paßt das Wörtchen "Verzicht" gar nicht.
Ich bin 'ne Sektnase, dieser Verzicht täte mir schon weh. Aber im Grunde geht es mir weniger um den Verzicht als darum, dass eine HI komplizierter zu handhaben ist.

Zitat:
Zitat von MeiersJulchen Beitrag anzeigen
PS: Falls Du das so verstanden haben solltest, daß nach "Erkennung" und "Rauswurf" eines unverträglichen Nahrungsmittels automatisch alle anderen mit denselben Inhaltsstoffen auch "fliegen" müßten ... möööp, sorry, schön wär's, aber so funktioniert das anscheinend nicht.
Nein, umgekehrt. Ich hätte gedacht, dass durch die weiterhin sehr histaminhaltige Ernährung die jetzt "auffälligen" Nahrungsmittel nicht aufgrund ihres Histamingehaltes als unverträglich erkannt werden, sondern vielleicht wegen anderer Inhaltsstoffe. Scheint aber auf das Gleiche hinauszulaufen. Also einzeln testen...

Ja, ich werde die Suchdiät machen. Muss auch dringend noch ein Lob loswerden: Deine Anleitung dazu ist toll! Ich hatte die sogar schon etlichen Leuten empfohlen, hätte nur nicht geglaubt, dass ich selbst mal in die Lage komme .

Wie sieht es eigentlich während der Suchdiät mit der Verwendung eines Antihistaminikums aus? Mit meinem Heuschnupfen glaube ich nämlich nicht, dass ich drauf verzichten kann. Und das kann sich gut und gerne hinziehen, bis auch das letzte Pflänzchen ausgeblüht hat. Nicht dass ich mir die Mühe umsonst mache und den Terz im November wiederholen müsste.
Rieke ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.08.2011, 14:21   #16
MeiersJulchen
Moderatorin
 
Benutzerbild von MeiersJulchen
 
Registriert seit: 28.08.2004
Beiträge: 7.055
Standard

Zitat:
Zitat von Rieke Beitrag anzeigen
Also einzeln testen...
Ja. Und unbedingt die Kleinigkeit beachten, daß man nach einem "Unfall" mehrere Tage mit der Einführung anderer neuer Dinge warten sollte.
Also nur die Sachen nehmen, die bis zu dem Zeitpunkt unauffällig waren und nicht sofort am nächsten Tag etwas neues testen.

Es scheint mir so, als ob der Körper nach so etwas sofort wieder in den Not-Modus umspringt und da wird dann halt wieder mehr akzeptiert als im "entspannten" Zustand. Anders kann ich mir jedenfalls nicht erkären, warum ich nach den Herzstation-Episoden relativ "normal" weiteressen konnte, ohne daß es auch nach allen anderen Dingen geknallt hat.

Die 3-4 Tage Test-Pause sind halt sowas wie ein Reset, der das System wieder von "frißoderstirb" auf "wählerisch" runterholt.


Zitat:
Deine Anleitung dazu ist toll! Ich hatte die sogar schon etlichen Leuten empfohlen

Noch toller wäre, wenn es tatsächlich nachhaltig ohne märtyrerische Willensanstrengung geholfen hat... das ist ja der Zweck und nicht nur die Empfehlung es zu befolgen

Zitat:
Wie sieht es eigentlich während der Suchdiät mit der Verwendung eines Antihistaminikums aus? Mit meinem Heuschnupfen glaube ich nämlich nicht, dass ich drauf verzichten kann. Und das kann sich gut und gerne hinziehen, bis auch das letzte Pflänzchen ausgeblüht hat. Nicht dass ich mir die Mühe umsonst mache und den Terz im November wiederholen müsste.
Also, wenn es Dir jetzt schon mit Pillen blöde genug geht, daß Du damit anfangen willst, dann solltest Du doch schon einen Unterschied merken.
Wenn die Beschwerden sich tatsächlich verflüchtigen sollten, dann kannst Du mal versuchen, die Dosis zu verringern, denn natürlich trägt auch die allergisch bedingte Histaminproduktion zur Überschreitung der Schwelle bei.
Ich kann im Sommer z.B. keinen Kefir trinken, obwohl ich den im Winter super vertrage. Aber im Sommer macht mir das Zeug Bauchweh. Sobald die ersten Pollen fliegen, muß ich es im Laden lassen.
Meine Heuschnupfenexzesse haben sich nach der Umstellung deutlich verringert, so daß ich gar keine Mittel mehr gegen das bißchen Schniefen und die Nieskanonaden einsetzen mußte (wenn ich loslege leiden meine Kollegen da mehr drunter als ich ). Nur dieses Frühjahr war eine Ausnahme. Ich hoffe, daß das nur dieser elend lange Winter war, nach dem alles regelrecht explodierte. Im Moment ist nämlich alles wie immer obwohl es die Gräser mäßig und der Beifuß stark treiben.

Für die Patschfinger besorge Dir mal Luvos Heilerde. Wirkt Wunder.
MeiersJulchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.08.2011, 20:34   #17
Rieke
Gehört zum Inventar
 
Registriert seit: 18.05.2007
Beiträge: 717
Standard

Zitat:
Zitat von MeiersJulchen Beitrag anzeigen
Also, wenn es Dir jetzt schon mit Pillen blöde genug geht, daß Du damit anfangen willst, dann solltest Du doch schon einen Unterschied merken.
So schlecht geht's mir aktuell nicht, aber ich merke eben, dass da verdauungstechnisch was nicht rund läuft und einen Infekt, der das erklären könnte, habe ich nicht. Nun habe ich noch kein Ernährungsprotokoll gemacht, um nach Zusammenhängen zu schauen. So Pi mal Daumen habe ich den Eindruck, dass sich mein Körper den halben Tag noch mit dem Essen vom Vortag beschäftigt und die Zuordnung zu bestimmten Nahrungsmitteln entsprechend schwer wäre.

Dass mir Essen "irgendwie" nicht bekommt, kenne ich von mir nicht. Und es nervt mich, wird von selbst wohl nicht besser werden - also muss ich der Sache auf den Grund gehen. Dann kann ich es endlich abhaken...

Eine Frage habe ich aber noch: Ich hatte einen sehr schweren Vitamin-D-Mangel und nehme seither Dekristol Kapseln. Die enthalten (raffiniertes) Erdnussöl. Es ist ja kein Problem, die mal zwei, drei Wochen nicht zu nehmen, auf Dauer sollten sie aber wohl doch sein. Sollte man mit denen verfahren wie mit den einzelnen Nahrungsmitteln?
Rieke ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.08.2011, 21:25   #18
MeiersJulchen
Moderatorin
 
Benutzerbild von MeiersJulchen
 
Registriert seit: 28.08.2004
Beiträge: 7.055
Standard

Zitat:
Zitat von Rieke Beitrag anzeigen
So Pi mal Daumen habe ich den Eindruck, dass sich mein Körper den halben Tag noch mit dem Essen vom Vortag beschäftigt
Was auch ganz logisch ist, denn Unverträglichkeiten machen sich nun einmal erst bei der Verdauung bemerkbar und das kann 6-12 Stunden dauern (siehe mein "BUMM" ). Erst wenn es im Darm an der "richtigen" Stelle angekommen ist, und die Bestandteile zerlegt werden, geht der Ärger los.
Ausnahmen davon sind z.B. Sodbrennen, das schon nach wenigen Bissen einsetzen kann. Das hängt aber damit zusammen, daß Histamin maßgeblich die Magensäureproduktion fördert - egal ob es jetzt im Lebensmittel selbst angeliefert wurde oder durch eine sofortige allergische Reaktion ausgeschüttet wird.
Bei Unverträglichkeiten ist es eher selten, daß die Zucker- oder Fettanteile der eigentliche Auslöser dafür sind. Das ist ja der riesengroße Stolperstein an der Sache, daß man verleitet wird (ich sach nur Ernährungschekschpärde aus Funk und Fernsehn ), z.B. dem Fett des Schinkenspecks die Schuld zuzuschieben aber nicht bedenkt, daß Schinken genau wie Käse ein "Reifungs"-Erzeugnis ist, das ebendrum genauso knallvoll mit Histamin sein kann.
Oder auch bei Orangen-/Zitronen-/Grapefruitsaft. Der enthält zwar kein Histamin aber andere Amine, die auch richtig lästig werden können. Das muß keineswegs der Säure- oder Zuckeranteil sein, der sich so werbegerecht "magenunfreundlich" gibt.



Zitat:
... und die Zuordnung zu bestimmten Nahrungsmitteln entsprechend schwer wäre.
Deswegen sollte man so einen Plan ja auch nicht nur stichpunktartig führen, sondern lückenlos. Man muß in der Lage sein nachzuhalten, was man viele Stunden vorher eingeworfen hat.
Aber genauso wichtig ist es, nachschauen zu können, was man denn nicht gegessen hat, sollte es einem auffällig gut gehen.


Zitat:
Eine Frage habe ich aber noch: Ich hatte einen sehr schweren Vitamin-D-Mangel und nehme seither Dekristol Kapseln. Die enthalten (raffiniertes) Erdnussöl. Es ist ja kein Problem, die mal zwei, drei Wochen nicht zu nehmen, auf Dauer sollten sie aber wohl doch sein. Sollte man mit denen verfahren wie mit den einzelnen Nahrungsmitteln?
Wurde das ärztlich in irgendeiner Weise vorgeschrieben? Geht der "Mangel" mit Mangelerscheinungen einher, die sich nicht anders erklären lassen? "Nur" niedrige Werte zu haben ist ja noch keine Mangelerscheinung. Steht fest, daß die Werte gesunken sind (heißt: gibt es Untersuchungen mit höheren Werten oder waren sie schon immer niedrig?) Im Zweifelsfall den Doc fragen.

Ansonsten gilt was ich schon weiter oben über die Selbstschutzversuche des Körpers schrieb. Entweder kannst Du es in aktuellen Ernährungssituation nicht verwerten, weil es blockiert wird oder es wird "bewußt" nicht aufgenommen, um andere Prozesse ungehindert ablaufen zu lassen oder wiederum diese durch die Entziehung "bewußt" zu behindern.
Das weiß man so wirklich richtig erst, wenn plötzlich eine Änderung eintritt und diese dann auch noch mit etwas wie eben einer Suchdiät einhergeht. Da kann man sich dann den Kopf zerbrechen, was genau das System denn nun durcheinandergebracht hat und warum es jetzt wieder tickt. Kurz: Hinterher ist man immer schlauer

Bei mir war es so, daß ich ja dachte, daß ich mir was ganz furchtbar Schlimmes antue, wenn ich all das weglasse, was mir vor allem die letzten Bumm-Reaktionen beschert hat. Denn wo sollte z.B. ohne Gemüse und Obst die ganzen tollen Vitamine herkommen?
Aber ich sah keinen anderen Ausweg mehr als zumindest einige wenige Wochen darauf zu verzichten, bis sich die schlimmsten Auswirkungen gelegt hatten.
Ich bin also in die Apotheke marschiert und habe eine extragroße Packung Vitaminkapseln besorgt, weil ich die ja zweifelslos brauchen würde und "Mangelerscheinungen" hatte ich ja schon mit Obst und Gemüse genug (was ja nur heißen konnte, daß man zu wenig davon aß, gelle? )
Jo... und dann? Schon nach 6 Wochen waren alle Erscheinungen weg. Und dabei hatte ich von den Kapseln kaum welche genommen. Da kommt man hübsch ins Grübeln, weil das ja wohl so gar nicht sein kann, ne? Wo kommen denn plötzlich die vielen Vitamine her, wenn man all das "gesunde" gar nicht mehr ißt?
Tja, die stecken auch in jedem anderen Lebensmittel drin. Der Unterschied ist nur, daß sie bei verträglichen Dingen auch in Ruhe verwertet werden können. Anstatt wie früher 0% von ganz viel verwerte ich nun eben 100% von wenig. Und Letzteres ist eben nun mal der bessere Deal
MeiersJulchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.08.2011, 22:18   #19
Rieke
Gehört zum Inventar
 
Registriert seit: 18.05.2007
Beiträge: 717
Standard

Zitat:
Zitat von MeiersJulchen Beitrag anzeigen
Wurde das ärztlich in irgendeiner Weise vorgeschrieben? Geht der "Mangel" mit Mangelerscheinungen einher, die sich nicht anders erklären lassen? "Nur" niedrige Werte zu haben ist ja noch keine Mangelerscheinung. Steht fest, daß die Werte gesunken sind (heißt: gibt es Untersuchungen mit höheren Werten oder waren sie schon immer niedrig?) Im Zweifelsfall den Doc fragen.
Naja, Vitamin D ist nichts, das gerne und regelmäßig untersucht wird. Daher weiß ich nicht, wie es früher war. Ich war zufällig bei einer Ärztin, deren Steckenpferd es ist, und zufällig war mein Ca-Wert unter der Norm. Daraufhin wurde VD untersucht und raus kam: nichts. Wirklich nichts, Wert unterhalb der Nachweisgrenze. Dann wurde aufgesättigt (Dekristol ist hochdosiert und verschreibungspflichtig). Der Wert ist jetzt im satten Normalbereich.

Mit Mangelerscheinungen ist das bei Vitamin D so eine Sache - handfest werden die ja erst mit einer gewissen Verzögerung. Ein paar Schmerzsymptome (die inzwischen weg sind) können dafür sprechen, aber es wurde keine Knochendichtemessung gemacht. Bei mir waren PTH und Calcitriol sehr stark erhöht und sind mit VD-Aufsättigung gesunken, was für eine Normalisierung des Knochenstoffwechsels spricht.

Es gibt ja auch die Theorie, dass VD-Mangel die Entstehung von Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto oder ganz besonders MS begünstigen könne. Da wüsste ich gerne, wie es mit meinem VD vor dem Ausbruch von Hashimoto aussah. Allein vom Lebensstil her wären niedrige Werte sehr wahrscheinlich. Wie mein Körper es gerne hätte und selbst regulieren würde, könnte ich wohl nur unter optimalen VD-Bedingungen feststellen, wenn ich jeweils vor und nach einem Sonnenurlaub ohne Supplementierung die Werte messen ließe.
Rieke ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.08.2011, 22:48   #20
MeiersJulchen
Moderatorin
 
Benutzerbild von MeiersJulchen
 
Registriert seit: 28.08.2004
Beiträge: 7.055
Standard

Mit Mangel und angeblich daraus resultierenden Krankheiten ist das ja so eine Sache.
Ich sag nur Eisen-"Mangel" und Infektionen. Der Körper senkt es ab, um Infektionen zu vermeiden, da Bakterien bei der Teilung auf Eisen angwiesen sind. Es ist aber nicht die Ursache dafür, daß man sich was gefangen hat. Und das Eisen ist auch noch da. Es wurde nur in der Leber "versteckt" anstatt "frei" im Blut rumzuschwimmen.

Oder die berüchtigten Vitamin-Experimente mit Rauchern, da diese oft bestimmte "Mängel" aufweisen und auch zu Lungenkrebs etc neigen. Doof nur, daß mit Vitaminen alles nur noch schlimmer wurde. Der "Mangel" verhinderte nämlich, daß die Zellen allzu empfindlich auf Nikotin reagierten. Deswegen auch oft die Abneigung von Rauchern gegenüber Lebensmitteln wie Äpfeln, die bestimmte "unglückliche" Vitamin-Kombination enthalten.

Oder ebenso berüchtigt, der Vitamin-C-Mangel, der anscheinend mit Diabetes einhergeht. Hat die Erhöhung der Zufuhr geholfen? Mööp. Genau wie bei den Rauchern. Es wurd schlimmer. Warum? Vitamin C konkurriert offensichtlich mit Insulin um dieselben Transportmittel und dem Körper ist die Insulinversorgung eben wichtiger als Vitamine hin und herzuschiffen.

Inwieweit dies jetzt auch die Theorie von Vitamin D und Hashimoto betrifft... keine Ahnung. Vielleicht sollen ja grad die niedrigen Spiegel den Vorgang bremsen anstatt dafür verantwortlich zu sein.
Oder aber hier löst die Neigung zu/der Ausbruch von Hashimoto tatsächlich eine Verwertungsstörung aus. Solltest Du vielleicht mal ganz hartnäckig gugeln oder den Ärzten auf die Nerven gehen bis ihnen was Schlüssiges aus dem Gesicht fällt.

Wenn es jedoch mit einer Art Blockade durch bisher unverträgliche Ernährung zu tun hat, dann solltest Du erst recht mal bei der Ärztin nachfragen, was im Zweifelsfall besser ist (völlig unabhängig davon, ob sie nun meint, glaubt oder denkt, ob es mit der Ernährung zu tun hat oder nicht!):
- die Pillen für kurze Zeit (2-3 Wochen) abzusetzen, da der Spiegel jetzt ja das ist, was als normal betrachtet wird und ggf. eine rasche Senkung (wie rasch könnte das eintreten?) zu riskieren.
oder
- durch eine unerwartet rasant steigende Verwertungsquote eine Überdosierung herbeizuführen. Soll ja auch ein sehr potentes Gift sein, das Zeug ....
MeiersJulchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.08.2011, 11:50   #21
Rieke
Gehört zum Inventar
 
Registriert seit: 18.05.2007
Beiträge: 717
Standard

Zitat:
Zitat von MeiersJulchen Beitrag anzeigen
Inwieweit dies jetzt auch die Theorie von Vitamin D und Hashimoto betrifft... keine Ahnung. Vielleicht sollen ja grad die niedrigen Spiegel den Vorgang bremsen anstatt dafür verantwortlich zu sein.
Oder aber hier löst die Neigung zu/der Ausbruch von Hashimoto tatsächlich eine Verwertungsstörung aus. Solltest Du vielleicht mal ganz hartnäckig gugeln oder den Ärzten auf die Nerven gehen bis ihnen was Schlüssiges aus dem Gesicht fällt.
Es gibt einen Scharlatan, der sogar bei Rachitis von Vitamin D abrät und bei Autoimmunerkrankungen erst recht. Der Stand der Wissenschaft ist noch recht bescheiden und widersprüchlich, bezieht sich auch mehr auf die stoffwechselaktive Form, das Calcitriol, kümmert sich dafür gar nicht um eine so harmlose Autoimmunerkrankung wie Hashimoto.

Immerhin habe ich bei mir keinerlei Verschlechterung bemerken können mit Aufsättigen des Vitamin D und habe von vielen anderen Betroffenen eher Positives gehört. Es ist auch so, dass der Mangel bei Hashimoto zwar weit verbreitet ist, aber längst nicht bei jedem auftritt.

Zitat:
Zitat von MeiersJulchen Beitrag anzeigen
- die Pillen für kurze Zeit (2-3 Wochen) abzusetzen, da der Spiegel jetzt ja das ist, was als normal betrachtet wird und ggf. eine rasche Senkung (wie rasch könnte das eintreten?) zu riskieren.
Da gibt's keine schnellen Veränderungen, das zieht sich über Monate. Schließlich soll der Sommervorrat ja über den Winter helfen... Die Pillen sind nicht zur täglichen Einnahme, sondern normalerweise nimmt man eine pro Woche, manche brauchen zwei. Eine Kapsel pro Woche liegt sogar unter der als sicher geltenden Blindsupplementierungsdosis. Ich musste allerdings vier bis fünf pro Woche nehmen, was schon für ein Verwertungsproblem spricht. Kann auch mit meinen SD-Werten zusammenhängen, da kann die Verwertung von VD aus der Nahrung gestört sein.

Eine mögliche Überdosierung macht mir weniger Sorgen, denn erstens werde ich vorsorglich nicht bei dieser Menge bleiben, zweitens dauert es seine Zeit, bis sich das alles angereichert hat. Und dass ich das kontrollieren lasse, ist klar. Meine Sorge gilt primär dem Erdnussöl und wie/wann ich das Dekristol wieder nehme.
Rieke ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.08.2011, 12:24   #22
MeiersJulchen
Moderatorin
 
Benutzerbild von MeiersJulchen
 
Registriert seit: 28.08.2004
Beiträge: 7.055
Standard

Wenn es unproblematisch ist, dann laß sie einfach die ersten Wochen weg. Einfach um zu sehen, ob sich bei der Wiedereinführung einer hohen Einzeldosis etwas Deutliches tut.
Daß die Erdnüsse selbst dabei eine Rolle spielen glaube ich nicht so sehr. Die Dingerchen werden ja wohl nicht faustgroß sein,oder? Könnte beim Schlucken Schwierigkeiten bereiten
Es kann sich also auf keinen Fall eine größere Menge Unverträgliches darin befinden, außer Du wärst gegen Erdnüsse selbst allergisch. Das hättest Du aber mit Sicherheit schon gemerkt.
Echte Allergien können wunderbar und doch recht sicher mit einem Pricktest abgeklärt werden, da ja dabei auch positiv- und negativ-Testpunkte mit angestochen werden. Wenn Du also unsicher bist ...

Die einzige Zutat (Lebensmittel wäre das falsche Wort), die mir einfiele, die auch in kleinen Dosen extrem hohe Konzentrationen an Unverträglichem aufweist, wäre z.B. rohe Hefe. Das ist Histamin pur. Da reicht schon ein Krümelchen von 5g (1/8 eines Hefeklötzchens) um empfindliche Toleranzschwellen mondhoch zu überfliegen.
Es kursieren ja leider diese unseligen Tips, bei angeblichen Mangelerscheinungen Hefe zu essen oder Hefekapseln zu nehmen. Bei einer Intoleranz ganz übel.
MeiersJulchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.08.2011, 19:56   #23
HamsterD
Moderator/in
 
Benutzerbild von HamsterD
 
Registriert seit: 13.03.2006
Ort: Leipzig
Beiträge: 1.849
Standard

Zitat:
Zitat von MeiersJulchen Beitrag anzeigen
Und auf welcher Art Reaktion beruht das?
Direkt auf den Stoffwechselprodukten, die bei der "Nicht-Verdauung" entstehen? Durch den Mineralverlust bei extremen anhaltenden Durchfällen? Oder durch die fortgeschrittene Reizung/Schädigung des Darms, der lauter unpassendes Zeug durchläßt?
Da ich jetzt wieder Zeit zum Antworten habe... Ja, durch das alles, wenngleich ich hier auch nicht ausschließlich von "Nichtverdauung", sondern auch von "Falschverdauung" sprechen will. Ich kann aber nicht näher ins Deteil gehen, da ich nur die Beiträge der anderen Mitglieder gelesen habe, die zT Dauerkopfschmerzen oder auch ständige Migräne hatten, die dann verschwanden, sobald sie Laktose mieden. Bei einer verschwand zB die Migräne und sie hatte dann bei laktosefreier Kost nur noch ab und an leichte Kopfschmerzen, die meist auf Ernährungsfehler bei der LI zurückzuführen waren.

Das interessante bei den Symptomen ist, dass häufig der konstant geblähte Bauch gar nicht (mehr) wahrgenommen wurde, solange er noch da war - erst als er weg war, fiel es den Betroffenen auf, sie waren dadurch dann auch insgesamt entspannter.

Hmja, Hefe enthält viel Histamin, wenn sie gereift ist. Mittlerweile soll jemand rausgefunden haben, dass heutzutage bei sehr frischer Hefe nur wenig Histamin enthalten ist.
Es ist ja auch so dass gar nicht so wenige hefehaltige Gebäcke vertragen, bzw. zT Sauerteig schlechter als Hefefteig. Es scheint sich ungefähr die Waage zu halten mit den Varianten, entweder beides zu vertragen oder eben beides nicht (auch wenn ich dazu bislang noch keine Umfrage gestartet habe).
Nur eins von beiden zu vertragen scheint nicht so häufig, und was Backferment anbelangt - das wird einfach zu selten verwendet und die meisten trauen sich auch wie es scheint nicht ran.

Wenn man eine Allergie auf Weizen und Roggen hat, kann man durchaus auf diese Allergene in der Nahrung reagieren. Das ist wichtig auszutesten. Wenn du sagst Roggen geht nicht, dann lass ihn weg.
Bei Weizenallergie kann man nicht nur auf reinen Weizen reagieren, sondern auch auf die Dinkelsorten, bei denen Weizen eingekreuzt wurde, das sind keine reinen Dinkelpflanzen mehr und somit möglicherweise nicht so gut verträglich.
Die meisten Dinkelprodukte heutzutage werden aus diesen Kreuzungen hergestellt, und auch das Dinkelmehl etc. sind normalerweise aus diesen Kreuzungen hergestellt. Es gibt aber noch ein paar reine Dinkelsorten im Handel.

Gruß
Dani
HamsterD ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.08.2011, 15:15   #24
Rieke
Gehört zum Inventar
 
Registriert seit: 18.05.2007
Beiträge: 717
Standard

Zitat:
Zitat von HamsterD Beitrag anzeigen
Bei Weizenallergie kann man nicht nur auf reinen Weizen reagieren, sondern auch auf die Dinkelsorten, bei denen Weizen eingekreuzt wurde, das sind keine reinen Dinkelpflanzen mehr und somit möglicherweise nicht so gut verträglich.
Die meisten Dinkelprodukte heutzutage werden aus diesen Kreuzungen hergestellt, und auch das Dinkelmehl etc. sind normalerweise aus diesen Kreuzungen hergestellt. Es gibt aber noch ein paar reine Dinkelsorten im Handel.
Oh, danke für den Tipp! Davon wusste ich noch gar nichts und hätte mögliche Reaktionen dann dem Gluten zugeschlagen...

Ich habe gestern mit der Suchdiät angefangen. Verdauungsmäßig alles okay. Telfast habe ich gestern und heute versuchsweise nicht genommen, was heuschnupfenmäßig auch okay war. Gar nicht okay ist, dass ich Mörderkopfschmerzen habe. Ich vermute dahinter den Koffein-Entzug. Habt ihr eine Ahnung, wie lange ich mich daran wohl erfreuen darf?
Rieke ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.08.2011, 15:47   #25
MeiersJulchen
Moderatorin
 
Benutzerbild von MeiersJulchen
 
Registriert seit: 28.08.2004
Beiträge: 7.055
Standard

Zitat:
Zitat von Rieke Beitrag anzeigen
Gar nicht okay ist, dass ich Mörderkopfschmerzen habe. Ich vermute dahinter den Koffein-Entzug. Habt ihr eine Ahnung, wie lange ich mich daran wohl erfreuen darf?
In der ganzen Birne - wie Schraubstock? Oder einseitig? So mörderisch, daß Du nicht noch kohärent vorm Bildschirm hängen kannst, scheint es auch nicht zu sein
Wenn Du Glück hast, ist das in weniger als 1 Tag vorbei. Sowas hatte ich, nachdem ich mich von meiner geliebten Cola Light getrennt habe. Und das trat nur bei Light auf. Deshalb vermute ich, daß ich gar nicht so sehr Probleme mit dem Koffein als mit dem Süßstoff hatte.

Ich nehme an es fehlt einfach eine Dröhnung. Fragt sich nur welche.
Kann auch was völlig anderes sein als Koffein. Was hast Du denn sonst immer besonders "gerne" gegessen? Was mußte immer bei Mahlzeiten immer dabeisein? Wo hättest Du Dich "reinlegen" können?
Sind dazu schon irgendwelche Heißhungergefühle aufgetaucht?
MeiersJulchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.08.2011, 18:30   #26
Rieke
Gehört zum Inventar
 
Registriert seit: 18.05.2007
Beiträge: 717
Standard

Zitat:
Zitat von MeiersJulchen Beitrag anzeigen
In der ganzen Birne - wie Schraubstock? Oder einseitig? So mörderisch, daß Du nicht noch kohärent vorm Bildschirm hängen kannst, scheint es auch nicht zu sein
Ts, mir langt's aber... Es ist stirn- und rechtslastig, hat eine Tendenz zur Migräne, was leider nicht heißt, dass der Rest vom Kopf schmerzfrei wäre.

Zitat:
Zitat von MeiersJulchen Beitrag anzeigen
Ich nehme an es fehlt einfach eine Dröhnung. Fragt sich nur welche.
Kann auch was völlig anderes sein als Koffein. Was hast Du denn sonst immer besonders "gerne" gegessen? Was mußte immer bei Mahlzeiten immer dabeisein? Wo hättest Du Dich "reinlegen" können?
Sind dazu schon irgendwelche Heißhungergefühle aufgetaucht?
Eigentlich kann ich da nur ganz unspezifisch "Süßes" nennen. Wenn ich die Wahl habe, ziehe ich das zu jeder Tageszeit den "herzhaften" Mahlzeiten vor. Mit süß meine ich nicht den Naschkram, sondern süße Hauptmahlzeiten wie Apfelpfannkuchen, Milchreis oder lieber noch Griesbrei mit Kirschen etc.

Spezielle Heißhungergefühle hatte ich bisher keine. Meinen Anflug von Futterneid vorhin angesichts der eismampfenden Familie würde ich jedenfalls nicht da einordnen.
Rieke ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.08.2011, 18:51   #27
MeiersJulchen
Moderatorin
 
Benutzerbild von MeiersJulchen
 
Registriert seit: 28.08.2004
Beiträge: 7.055
Standard

Na, dann mal abwarten und Wasser trinken Bei Hunger erst testen, ob's nicht doch Durst ist.
Kannst ja Bescheid sagen, wenn's nachläßt und die Seltsamkeiten anfangen
MeiersJulchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.08.2011, 14:45   #28
Rieke
Gehört zum Inventar
 
Registriert seit: 18.05.2007
Beiträge: 717
Standard

Also... Fasten ist sch....! Die Kopfschmerzen sind heute (fast) weg, dafür habe ich seit gestern morgen Muskelschmerzen in den Beinen. Nicht wie Muskelkater, sondern so, wie ich es nur von Magen-Darm-Infekten her kenne, wenn der Körper einige Stunden lang alles raus befördert hat und mutmaßlich nicht genug Mineralien bekommen hat. Ist das normal? Versaue ich mir alles, wenn ich jetzt Magnesium einwerfe (als reines Magnesiumcitratpulver in Wasser gelöst - ohne weitere Zusatzstoffe)?
Rieke ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.08.2011, 14:59   #29
MeiersJulchen
Moderatorin
 
Benutzerbild von MeiersJulchen
 
Registriert seit: 28.08.2004
Beiträge: 7.055
Standard

Weg vom Kopfweh, hin zu den Seltsamkeiten

Wie ich in der Suchdiät schon schrieb, kann es tatsächlich zu Beschwerden wie bei echten Infekten kommen.
Also auch "Knochen"- oder Muskelschmerzen wie bei einer Grippe.

Daß Du mit Mineralien allzuviel falsch machen kannst, glaub ich nicht.
Allerdings glaube ich auch nicht, daß da innerhalb von 2 Tagen ein so großer Mangel entstanden ist, wenn nicht wirklich schwerer Durchfall daran beteiligt ist.
Probier einfach aus, ob es mit der üblich wirksamen Dosis verschwindet.
Vielleicht ist es aber auch ein Zeichen für niedrigen Blutzucker. Wenn Du die Möglichkeit hast, das zu messen (ggf. Apotheke), dann schau mal, was da raus kommt. Dann eben etwas Zucker. Erst normalen Zucker, und falls der durchschlagen sollte, dann Traubenzucker probieren.

Ißt Du aktuell gar nichts oder doch schon normal gesalzenen/gebutterten Reis oder Kartoffeln oder ist der Appetit ganz vergangen?
MeiersJulchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.08.2011, 15:12   #30
Rieke
Gehört zum Inventar
 
Registriert seit: 18.05.2007
Beiträge: 717
Standard

Doch, ich esse was... Kartoffeln mit Salz, z.T. gebraten in Olivenöl (hab' die Butter sicherheitshalber weggelassen wegen meiner Verunsicherung bzgl. Laktose). Mir sind weder Hunger noch Appetit vergangen. Leider - denn wenn ich gerade so viel esse, um das Hungergrummeln zu beseitigen, hält das nicht lange vor. Irgendwie habe ich dauerhaft so ein leichtes Hungergefühl. Müde bin ich auch.
Rieke ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.08.2011, 15:24   #31
MeiersJulchen
Moderatorin
 
Benutzerbild von MeiersJulchen
 
Registriert seit: 28.08.2004
Beiträge: 7.055
Standard

Dann kann ich mir nicht vorstellen, daß das ein richtiger Mangel ist.
Ich tippe darauf, daß Dein Körper mit der Beseitigung der Unverträglichkeitsfolgen umgeht wie mit der Bekämpfung einer Krankheit.

Probier eine Dosis von den Mineralien. Aber wenn's nicht hilft, dann läuft da in den Muskeln grad was ganz anderes ab. z.B. verstärkter Abtransport von Zeugs, das bislang zwecks Leberentlastung im Gewebe eingebunkert wurde.
Wenn das so sein sollte, dann ist auch das bald vorbei und Seltsamkeiten der Stufe 2 setzen ein: Gerüche wie aus einer chemischen Reinigung. Dann wachst Du eines Morgens auf und denkst, Du hast mit einem Sack Zwiebeln unter der Decke geschlafen

Bist Du nur müde oder hast Du auch erhöhte Temperatur?
Das würde für einen stark erhöhten Stoffwechsel sprechen. Ist halt Abwärme der mehr als gewöhnlich beschäftigten Organe.
MeiersJulchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.08.2011, 15:44   #32
MeiersJulchen
Moderatorin
 
Benutzerbild von MeiersJulchen
 
Registriert seit: 28.08.2004
Beiträge: 7.055
Standard

Zitat:
Zitat von Rieke Beitrag anzeigen
Irgendwie habe ich dauerhaft so ein leichtes Hungergefühl.
Hierzu nochmal die Frage: Trinkst Du vor jedem Essen ein paar Schlucke? Und kommt der Hunger - falls das Gefühl davon weggehen sollte - nach ein paar Minuten trotzdem wieder?
Falls ja, ist es Hunger. Falls nein, war es fehlgeleiteter Durst.
MeiersJulchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.08.2011, 16:01   #33
Rieke
Gehört zum Inventar
 
Registriert seit: 18.05.2007
Beiträge: 717
Standard

Zitat:
Zitat von MeiersJulchen Beitrag anzeigen
Bist Du nur müde oder hast Du auch erhöhte Temperatur?
Ich bin nur müde, aber sowas wie erhöhte Temperatur hätte bei mir auch absoluten Seltenheitswert.

Zitat:
Zitat von MeiersJulchen Beitrag anzeigen
Hierzu nochmal die Frage: Trinkst Du vor jedem Essen ein paar Schlucke? Und kommt der Hunger - falls das Gefühl davon weggehen sollte - nach ein paar Minuten trotzdem wieder?
Falls ja, ist es Hunger. Falls nein, war es fehlgeleiteter Durst.
Dann ist es ganz klar Hunger...
Rieke ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.08.2011, 18:10   #34
MeiersJulchen
Moderatorin
 
Benutzerbild von MeiersJulchen
 
Registriert seit: 28.08.2004
Beiträge: 7.055
Standard

Zitat:
Zitat von Rieke Beitrag anzeigen
Ich bin nur müde, aber sowas wie erhöhte Temperatur hätte bei mir auch absoluten Seltenheitswert.
Meinst Du vom üblicherweise angesetzten Wert von 37,5° her?
Oder hast Du generell keine größeren Temperaturschwankungen von 0,5° oder so?

Ich bin jahrelang mit einem Normalwert von 35,8° rumgerannt. Da war 36,5° schon erhöht und 37° beginnendes Fieber.
MeiersJulchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.08.2011, 12:09   #35
Rieke
Gehört zum Inventar
 
Registriert seit: 18.05.2007
Beiträge: 717
Standard

Zitat:
Zitat von MeiersJulchen Beitrag anzeigen
Meinst Du vom üblicherweise angesetzten Wert von 37,5° her?
Oder hast Du generell keine größeren Temperaturschwankungen von 0,5° oder so?
Beides - habe allerdings in den letzten Jahren keine Veranlassung gehabt, mal nachzumessen.

Die Muskelschmerzen haben sehr nachgelassen, ganz weg sind sie nicht. Kopfschmerzen sind weiterhin latent vorhanden. Insgesamt geht es mir jetzt besser (als zu Beginn des Fastens), Kartoffeln kann ich allmählich nicht mehr sehen...
Rieke ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.08.2011, 12:34   #36
MeiersJulchen
Moderatorin
 
Benutzerbild von MeiersJulchen
 
Registriert seit: 28.08.2004
Beiträge: 7.055
Standard

Ich würd ja sagen, du solltest mal Blutzucker messen (lassen).
Vielleicht sogar ein ganz normales Blutbild machen lassen und nach einem 24-Stunden-Stoffwechselscreening fragen.
Jetzt ist dafür doch der beste Zeitpunkt, da ja absolut feststeht, was du gegessen hast und was nicht.
Ist natürlich doof, da Freitag ist und Du noch bis Montag müßtest, ohne den Speiseplan testweise zu erweitern.

Sonst würde ich vorschlagen - wenn die Verdauung stabil ist - , Du versuchst Eier hinzuzunehmen, damit etwas Eiweiß dazukommt.

Es kann sein, daß Dein Stoffwechsel grade etwas kontinuierlich durch's Blut schwemmt. Denn auch, um es zu entsorgen, muß das Zeugs ja irgendwie zu Niere/Leber transportiert werden. Daß es dabei am Hirn vorbeikommt oder zugunsten bevorzugter Organfunktionen woanders etwas "eingespart" wird, ist eben Arschkarte
5 Tage nach Beginn ist jetzt auch nicht sooo viel Zeit, um sich echte Sorgen zu machen. Bei mir hat der Stoffwechsel für 10 Tage Schicht gemacht, bevor ich überhaupt wieder Lust hatte, irgendwas zu essen.

Hat sich Deine Haut verändert? Insbesondere Kniekehlen, Leistengegend, Armbeugen, Gesicht?
MeiersJulchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.08.2011, 11:09   #37
Rieke
Gehört zum Inventar
 
Registriert seit: 18.05.2007
Beiträge: 717
Standard

Ich habe Eier dazugenommen... Blutbild ist derzeit nicht, HA im Urlaub.

Wenn ich keine Lust hätte, was zu essen, wär's ja okay. Dem ist aber ganz und gar nicht so. Magen und Darm sind auch komplett in Ordnung, machen sich jedenfalls nicht bemerkbar. Heute sind die Muskelschmerzen anscheinend weg und die Kopfschmerzen eben wie häufig latent vorhanden. Das kann aber auch hormonell bedingt sein, u.a. durch die SD-Hormone, denn beim Fasten muss man damit rechnen, dass T3 deutlich absinkt.

Zucker war okay. In dieser Woche hatte ich zweimal "Unterzuckerungen" mit Schwächegefühl und Zittern, so dass ich jeweils etwas Zucker gegessen habe. Den vertrage ich auch gut.

Die Haut hat sich nicht verändert.

Ich habe kürzlich über Histaminintoleranz gelesen, dass üblicherweise nach einer vierwöchigen Auslassdiät eine Provokationsphase gemacht wird, in der sehr histaminreich gegessen wird. Mir ist klar, dass das sehr heftig werden kann. Aber umgekehrt: Wenn man einzeln vorgeht, merkt man dann überhaupt, dass es wirklich am Histamin liegt? Evtl. wird ja die Toleranzschwelle nicht überschritten oder erst, wenn man zufällig zu viele als verträglich scheinende histamin-problematische Dinge an einem Tag isst.
Rieke ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.08.2011, 12:08   #38
MeiersJulchen
Moderatorin
 
Benutzerbild von MeiersJulchen
 
Registriert seit: 28.08.2004
Beiträge: 7.055
Standard

Du sollst hier ja nicht klinisch provozieren.
Echte Provokationen mit Sachen, die man eh schon in Verdacht hat, sollte man wirklich nur unter Aufsicht machen.
Ich habe ja selbst gemerkt wie unglaublich heftig sowas werden kann - und das geschah trotz ärztlich angeratenen Fastens aus völliger Unwissenheit ... 4 Wochen Herzstation braucht niemand

Bei "meiner" Do-it-yourself-Version ist es deswegen wichtig, anfangs nur Dinge aufzubauen, die mit einiger Sicherheit schon als verträglich angenommen werden können.
Einfach deswegen, um sich eine ordentliche Basis aufzubauen, von der man genau weiß: Damit - und in diesen Mengen - geht es auf jeden Fall unfallfrei.
So hat man immer etwas innerhalb der Toleranzschwelle, auf das man "zurückfallen" kann, ohne wieder mit Fasten von vorne beginnen zu müssen.

Wie ich schon schrieb: Bei neuen Dingen ganz klein anfangen und wenn einzwei Bissen/Schlucke auch nach Stunden noch ok sind, dann die "Dosis" über 2-3 Tage hinweg bis hin zu einer normal-üblichen Portion steigern.
Eine kleine Menge reicht völlig aus, um nach einiger Abstinenz deutliche Signale zu senden. Ungewohntes Aufstoßen oder das Gefühl, daß der Geschmack irgendwie gar nicht mehr aus dem Mund verschwinden will, kann schon so ein Zeichen sein. Kleine Dinge eben, die man sonst nicht beachtet oder durch "Nachspülen", Desserts und "Rennie" einfach übergeht.

Wie dann gerade histaminlastige Dinge (die Du aber erst später einführen solltest) in bestimmten Kombinationen für Ärger sorgen, dafür muß man sich seine Grenze schlicht und einfach "erarbeiten".
Bei ausreichender Lernfähigkeit sollte es aber kein Problem sein, seine Verpflegung so zu planen, daß sich nicht eine Bombe an die andere reiht.
Wenn es z.B. mittags zum Nachtisch Erdbeeren gab, dann eben kein Käse- oder Salamibrot am Abend, wenn das schon mal schiefgegangen ist.

Kopfweh bei ungewolltem Hungern tritt bei mir auch auf (zu wenig Pausenbrot mit in die Firma geschleppt und dann auch noch Überstunden... böse). Aber bei mir ist es wohl ausschließlich die Schiene Unterzuckerung, niedriger Blutdruck und Untertemperatur. Schilddrüse und Zuckerwerte sind ansonsten unauffällig.
Das fängt an mit einem Klebstoffgeschmack auf der Zunge und schwerem Kopf, dann wird mir ganz warm und plötzlich unglaublich schlecht. Wenn ich dann meine Temperatur messe, dümpelt die bei 35,4° oder noch niedriger herum (und das obwohl mir gleichzeitig furchtbar warm ist. Ist ein Anzeichen von beginnendem Kreislaufversagen). Klarer Fall von "Fütter mich oder es wird nicht geheizt."


Wenn Deine Haut ok ist, dann bedeutet das zumindest, daß keine großartigen Mengen an Stoffwechselprodukten über die Haut abgestoßen werden, weil's die Organe alleine nicht schaffen. Wenn, dann geschähe dies an den Stellen, wo auch die meisten Lymphdrüsen sitzen (eben die obengenannten).

Kannst Du bzgl. des verdächtigten T3-Wertes Deine Medikation (wenn Du eine hast) ggf. so einstellen, daß das zur Nahrungsmenge paßt oder ist das nicht so einfach?
MeiersJulchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.08.2011, 19:07   #39
Rieke
Gehört zum Inventar
 
Registriert seit: 18.05.2007
Beiträge: 717
Standard

Keine Sorge, ich bleibe brav und vorsichtig...

Eier und jetzt auch Sahne sind schon ein beträchtlicher Gewinn. Ich glaube, mein Süßhunger ist zumindest anteilig Bedarf an Fetten, die bei mir als (Ex-)Schokoholic ja gerne in der Kombination mit Süßem reinkamen. Ist vielleicht ein Effekt wie bei dir mit dem Sirup und dem Eisen.

Insgesamt geht's mir gut, nur die Kopfschmerzen sind nach wie vor latent vorhanden.

Zitat:
Zitat von MeiersJulchen Beitrag anzeigen
Kannst Du bzgl. des verdächtigten T3-Wertes Deine Medikation (wenn Du eine hast) ggf. so einstellen, daß das zur Nahrungsmenge paßt oder ist das nicht so einfach?
Wieso fällt dir das ein und nicht mir ? Wird wohl der Hunger sein... Es ist recht problemlos, mal versuchsweise mehr T3 zu nehmen, lässt sich aber nicht ansatzweise so auf die Nahrungsmenge einstellen wie z.B. Insulin beim Diabetiker. Ich habe es jetzt mal ausprobiert und geringfügig erhöht. Bisher merke ich noch keinen Erfolg, kann ein paar Tage dauern. Wenn dann die gestiegene T3-Menge mit der wieder steigenden Nahrungsmenge zusammenfällt, geht's hoffentlich besser.
Rieke ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.08.2011, 19:19   #40
MeiersJulchen
Moderatorin
 
Benutzerbild von MeiersJulchen
 
Registriert seit: 28.08.2004
Beiträge: 7.055
Standard

Bist Du sicher, daß das Kopfweh von "innen" kommt?

Greif Dir mal jemanden aus der Familie und laß Deine Nackenmuskeln abtasten, ob da Stellen drin sind, bei denen Du am liebsten einen Mord am Tester begehen würdest

Falls ja, einfach mal mit Wärmekissen unterm Kopf ins Bett, wenn's angenehm ist.
MeiersJulchen ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

Themen-Optionen

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu


Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 13:21 Uhr.

     

Powered by vBulletin® Version 3.8.11 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2020, vBulletin Solutions, Inc.
© 2002 - 2014 für Website und Forum: Michaela Meier, Haftungsausschluss